Bild des Monats: „Essen für … mit Künstlern”

  • Pablo Picassos „reservierter“ Tischplatz: Teller und Besteck verschmilzen mit dem Untergrund.

Schüler gestalten für Künstlerinnen und Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert einen Tisch

Die Aufgabe lautete: Gestalte für bekannte Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert – wie zum Beispiel Vincent van Gogh, Eduard Munch, Frida Kahlo oder Pablo Picasso – einen Tischplatz an einer großen Festtafel.

Der menschliche Körper ist das große Gestaltungsthema im 1. Semester der Q11. Daraus ergab sich unsere Aufgabe, einen Künstler zu suchen, der sich vertieft mit dem Thema „menschliche Figur“ auseinandersetzt. Wir durchforsteten dazu unsere kunstgeschichtlichen Lehrbücher und bekamen dabei Einblicke in „Kunstgeschichtliche Positionen der klassischen Moderne wie der aktuellen Kunst“. Sobald ein Künstler oder eine Künstlerin unser Interesse geweckt hatte, konnten wir für das Tischset aus Holz, das wir schaffen wollten, variantenreich arbeiten: Entweder ein Bild kopieren, Ausschnitte vergrößern, Malstile kopieren oder vom ausgewählten Künstler selbst ein Portrait gestalten. Die vorgegeben Technik war dabei Acrylmalerei.

Im weiteren Verlauf der Q11 – der Lehrplan spricht! – „lernen die Schüler, die Möglichkeit der Verknüpfung von bestimmten Gegenständen mit persönlichen Erinnerungen und Emotionen zu verstehen und Objekte auch als Zeichen zu interpretieren. Sie erarbeiten sich wesentliche Aspekte dreidimensionaler Gestaltung in Kunst und Design“. Nachdem Objekte aus der Kunstgeschichte wie „Frühstück im Pelz“ (von Oppenheim) oder „Fallenbilder“ (von Spoerri) im Unterricht betrachtet wurden, wollten wir nun noch für unseren Künstler oder unsere Künstlerin den Tischplatz weiter mit Glas, Teller und Besteck gestalten. Dazu bemalten wir z. B. Teller, leere Dosen und Holzbretter oder suchten bei uns zu Hause, bei Freunden oder Bekannten nach geeignetem und verwertbarem Besteck.

Vom Einzelplatz zur festlichen Tischgemeinschaft

Als alle 11 Tischplätze fertig waren, wurde eine große Tafel aufgebaut, der Kurs nahm stellvertretend für den jeweiligen Künstler oder die jeweilige Künstlerin Platz. Bei einem gemütlichen „kleinen Mahl“ hörten wir Kurzreferate, in denen jeder seinen Künstler vorstellte und den Tischplatz erläuterte: Ein erlesener, farben-, form- und stilreicher Kreis!

  • Andy Warhol kriegt selbstverständlich keinen Teller, sondern eine Campbell-Suppenkonserve.