Der Augsburger Fußabdruck in Budapest

  • Aquincum, die bedeutsame Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien, ganz in Budapests Nähe, ist immer auch ein beliebtes Ziel der Austauschgruppen von St. Stephan.
  • Gruppenbild der Stephanerinnen und Stephaner in Tracht am Plattensee, dem ungarischen Balaton, auf der Halbinsel Tihany
  • Ausflug auf der Burg Visegrad (mit Sabine Alber, Nico Koch und Ingo Weighardt) – im Hintergrund die Donau
  • Blick auf das Donauknie bei Visegrad: Hier an der Grenze zur Slowakei bilden Donau und ehemaliges Vulkangestein eine bezaubernde Landschaft.
  • Tagesausflug mit der Gastfamilie: Julius und Bendeguz gondeln in einen aktiven Tag im Gastland Ungarn.
  • Die Gruppe findet sich gerade auf den Treppenstufen der Szent Istvan Basilika zusammen.
  • Das Parlamentsgebäude in Ungarn, beleuchtet bei Nacht – mitsamt der mitleuchtenden Donau
  • Abschied am Bahnhof in Budapest mit allen Teilnehmern: Gute Laune nach gemeinsamen Wochen in Augsburg und Ungarn

Szia! – um nur eines von ein paar Wörtern zu nennen, die wohl jeder von uns während des diesjährigen Ungarnaustausches gelernt hat. Aber da es bei diesem Kontakt bei weitem nicht darum ging, die ungarische Sprache perfekt zu beherrschen, sondern um so viel mehr – um internationale Freundschaften in Zeiten eines wiederaufkommenden Rassismus, um das Kennenlernen einer völlig neuen Kultur, um das Stärken der Gemeinschaft innerhalb der Jahrgangsstufe und vieles mehr –, kann man unsere mangelnden Ungarisch-Kenntnisse wahrlich außer Acht lassen. Verständigen konnte man sich in Ungarn natürlich dennoch. Mit Englisch und Deutsch waren etwa der Alltag in den Gastfamilien oder ein Shoppingtrip in einem der etlichen Einkaufszentren problemlos möglich.

Selbstverständlich waren wir nicht nur shoppen; denn auch wenn Aktivitäten mit unseren Austauschpartnern eines großen Teil unseres Aufenthaltes bestimmten, hat Budapest einfach wahnsinnig viel zu bieten. Sämtliche Wahrzeichen der ungarischen Hauptstadt tragen nun den Fußabdruck der diesjährigen Zehntklässler St. Stephans: das eindrucksvolle Parlament, der riesige Heldenplatz – von dem sich alle einig waren, sie würden ihn beinahe dem Augsburger Rathausplatz vorziehen (allerdings nur beinahe) – oder die Sankt-Stephan-Basilika zum Beispiel.

Als humanistisch-musisches Gymnasium war ein Besuch im Aquincum, einer ehemaligen römischen Siedlung im Herzen Budapests mit der ältesten portablen Orgel, natürlich Pflicht. Und auch wenn ein jeder Stephaner bereits in der sechsten Klasse von Felix aus dem Lateinbuch über die Funktionsweise des Hypocaustums in Kenntnis gesetzt wird, war die Führung durch die Siedlung unterhaltsam und durchaus interessant – vielleicht half dem einen oder anderen auch der Gedanke an das All-you-can-eat-Buffet in Trofea, das uns im Anschluss erwarten würde.

Des Weiteren füllten etwa eine Führung durch das Burgviertel und die Matthiaskirche unseren Zeitplan, ebenso wie ein Besuch im Felsenkrankenhaus, das durch einen spielerischen Frage-Antwort-Aspekt mit anschließender Belohnung durch eine Gasmaske sowie durch Verkleidung wahrlich keinen Museumcharakter erlangte.

Somit war es nie langweilig. Highlights waren nichtsdestotrotz ein Theaterbesuch – eine Tanzaufführung – beziehungsweise der Ausflug zum Balaton, der mit seinen anliegenden Lavendelfeldern und Lavendeleisdielen tatsächlich an die Provence erinnert, und der anschließende Trip zu einem Weingut. Unerwähnt darf dabei das Wetter nicht bleiben, neun Tage lang begleitete uns die strahlende Sonne bei 23 Grad. Auch die von Zweitklässlern instruierte Tanzstunde – ungarischer Volkstanz, versteht sich – mitsamt Gesang wird wohl unvergessen bleiben.

Die freie Zeit war ebenso vollgepackt mit Aktivitäten, die da etwa ein Ausflug in ein Schwimmbad, Sommerrodeln, das Besuchen einer Ausstellung oder einer Höhle, das abendliche Weggehen oder eben ein Shoppingtrip wären.

Mit einem solchen Programm ist es wirklich kein Wunder, dass die Zeit in Budapest wie im Flug verging. Der Austausch fühlte sich an wie neun Stunden, nicht wie neun Tage und allzu bald standen wir wieder am Bahnhof – diesmal bereit zur Heimreise. Und obwohl einen zu Hause ein Berg an abzuschreibenden Hefteinträgen und anzupackenden Hausaufgaben erwartete, hat sich der Austausch allemal gelohnt: Denn es entstanden lebenslange Freundschaften und unersetzbare, unvergessliche Erinnerungen.

Köszönöm szépen dafür an alle, die es möglich gemacht haben, insbesondere an Herrn Weighardt und Frau Alber! (Das wären dann schon zwei von den paar Wörtern, die man kennen sollte.)