Der Bundesweite Vorlesetag 2017

  • Ein Anfang muss gesetzt werden.
  • Der Meditationsraum, ein wunderbarer Vorleseort
  • Entspanntes Lauschen in der Studienbibliothek
  • Schülersprecherin Katharina Kolland (Q11) im Planetarium
  • Herr Lettner, unser ehemaliger Schulleiter, liest immer wieder gerne vor
  • Speed-Dating mit Papa und Jakob Neu (Q12)
  • „Der kleine Hobbit“ in der Studienbibliothek – gelesen von Sophia Bittner aus der Q11
  • Kerstin Becke vom S'Ensemble-Theater lässt Molly, ein Waisenmädchen, für die Fünftklässler lebendig werden.

Seit 2004 findet am dritten Freitag im November der Bundesweite Vorlesetag statt. Diese wunderbare Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung war Anlass, ebenfalls an unserer Schule erstmalig vor fünf Jahren verschiedene Vorleseeinheiten einzurichten. So fanden sich auch heuer 14 verschiedene Lesepaten, die unseren Schülerinnen und Schülern aus den fünften und sechsten Klassen aus ihren Lieblingsbüchern vorlasen. Neben engagierten Oberstufenschülern aus der Q11 und Q12 erklärten sich auch Absolventen des diesjährigen Abiturjahrgangs, Felix Palzer und Lara Kieser, gerne bereit, an ihre alte Schule zurückzukehren und vorzulesen. Gerne ließ sich ebenso unser ehemaliger Schulleiter, Franz Lettner, als Lesepate gewinnen. Begeistert trug der langjährige Lateinlehrer aus „Caius ist ein Dummkopf“ vor. Schülereltern, Kerstin Becke vom Sensemble wie auch Mitglieder des Elternbeirats wie Philipp von Mirbach kamen gleichermaßen mit Freude, um an dieser Form von kultureller Vermittlung mitzuwirken.

Von schrecklichen Müttern, pupsenden Päpsten und Mangodieben

Die gewählten Kinder- und Jugendbücher erwiesen sich wahrlich als belebend und unterhaltsam oder zum Nachdenken anregend. Da erfuhr man, wie es einem Jungen ergeht, dessen verwitweter Vater zu einem Speeddating geschickt wird oder warum ein Junge mit seinem Namen Ismael ein großes Problem hat. Zahlreiche Buben waren von „Samurai“ hingerissen, das Jule Wrensch in feiner Weise vortrug. Freilich durften Klassiker wie „Erebos“, „Die Brüder Löwenherz“ oder Tolkiens „Der kleine Hobbit“ nicht fehlen. Wer einmal von den schrecklichsten Müttern der Welt gehört hat, freut sich noch mehr über seine eigene. Als kleine Kostbarkeit erwies sich „Mick Mangodieb und die Rezepte der sieben Weltmeere“ von Marlois Morshuis, und das nicht nur, weil alle Zuhörer nach der Lesung von der Lesepatin Frau Schedlbauer Mangogummibärchen erhielten.

Studienbibliothek, Meditationsraum oder Planetarium

Eine anregende Atmosphäre entsteht dort, wo man es sich behaglich einrichten kann und das ist nicht immer das eigene Klassenzimmer. So wurde an den unterschiedlichsten Plätzen unserer Schule vorgelesen, sowohl im Breakx, im Planetarium, in der Studienbibliothek oder auch im Meditationsraum des Klosters.

Alle Beteiligten, Leser und Zuhörer, genossen diese zwei Schulstunden am 17.11.2017 in hohem Maße und freuen sich schon auf das nächste Mal, denn, wie Voltaire zutreffend anmerkte:

„Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor.“