Die Uni erkunden: Campustag in Eichstätt

  • Moderne Bauten, hier die lichtdurchflutete Zentralbibliothek, prägen die Katholische Universität (KU) Eichstätt im Altmühltal.
  • Johannes Sedlmeyr, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Klassische Philologie, führte die Schülergruppe von St. Stephan durch den Vormittag des gut organisierten Campustages.
  • Eichstätt mit seinen rund 14.000 Einwohnern ist eine übersichtliche Stadt, in der sich die Universitätsgebäude im gesamten Stadtgebiet verteilen.
  • Studienorientierung mit Marie Eder von der Zentralen Studienberatung: Auf sehr hohem Niveau wurden Fragen von „Numerus Clausus“ bis „Credit Points“ durchgesprochen.
  • Vor der barocken Sommerresidenz der Fürstbischöfe – heute Rektoratsgebäude – übernahm Sabine Retsch vom Lehrstuhl für griechische und lateinische Philologie die Begleitung der Stephanergruppe.
  • In der Hofgartenbibliothek kennt sich Constance Dittrich bei den Handschriften, Inkunabeln und frühen Drucken des 16. Jahrhunderts bestens aus und bot den Schülerinnen und Schülern eine fachkundige Einführung in die Arbeit einer Forschungsbibliothek mit historischem Bestand.
  • Eine lateinische Handschrift aus dem 11. Jahrhundert auf Pergament – eines der vielen tollen Stücke der Eichstätter Hofgartenbibliothek.

Für einen Tag auf dem Uni-Campus bietet die Katholische Universität (KU) Eichstätt geradezu ideale Voraussetzungen: Einer facettenreichen und doch übersichtlichen Universität konnten Griechisch- und Lateinschüler der Q12 von St. Stephan begegnen. In enger Kooperation mit Lehrstuhl für Klassische Philologie war ein reichhaltiges Programm abgestimmt worden für den „Campustag“ der Augsburger Gymnasiasten.

Marie Eder von der Zentralen Studienberatung arbeitet gerne mit Zwölftklässlern: „Hier werden schon sehr detailreiche und reflektierte Fragen gestellt.“ In kluger Lenkung wurden viele Aspekte der Studienwahl, des Studienzugangs und des Studienablaufes reflektiert und erläuternd geklärt: Von „Numerus clausus“ bis „Credit points“, von „Studienordnung“ bis „Modul“ reichten die Themen dieser inhaltsreichen Beratungsstunde. Aktiv und aufmerksam waren die 26 Schülerinnen und Schüler bei der Sache.

Anschließend stellte Johannes Sedlmeyr Einblicke ins Studentenleben vor. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl der Klassischen Philologie von Prof. Dr. Gernot Müller sprach er über Auslandsaufenthalte, studentisches Leben an einer kleineren Universität und über das Studium antiker Fächer. Ein Mensabesuch war ebenfalls noch auf dem Programm sowie Einblicke in die sehr angenehme und konzentrierte Atmosphäre der lichtdurchfluteten Eichstätter Zentralbibliothek.

Mit Sabine Retsch führte eine weitere Doktorandin des griechisch-lateinischen Lehrstuhls die Augsburger Gruppe durch die barocken Bereiche des Universitätsgeländes. Ziel war die Hofgartenbibliothek, wo Handschriften, Inkunabeln und frühe Drucke ab 1500 sehr kundig von Bibliothekarin Constance Dittrich vorbereitet waren, um Einblick zu geben in die Textüberlieferung der antiken Autoren. Großartige Stücke hautnah erleben zu können, vom Blättern in einem reich illustrierten Xenophon bis zu einer Cicero-Handschrift oder Büchern, die bis heute unser Bild von Südamerika prägen, war wirklich eindrucksvoll.

Dank an Professor Müller, seine Mitarbeiter und das Team der Universität Eichstätt für diesen facettenreichen Tag: Mit diesen konkreten Eindrücken vom Universitätsalltag kann das Abitur problemlos heranrücken!