Eine Woche in den Bergen

  • Wild und magisch präsentierte sich die herbstliche Natur in dieser Woche auf all den „kleinen“ und großen Spaziergängen – hier auf dem Weg nach Schloss Linderhof.
  • Stolz präsentiert eine Gruppe ihr Ergebnis beim Floßbau: Kreativität, Beständigkeit und Schnelligkeit des „Gefährts“ waren die Kriterien, die es zu berücksichtigen galt.
  • Eine kleine Rast unter der berühmten Kreuzigungsgruppe auf dem Weg zum Kolbensattel.
  • Rasant ging es mit dem Alpincoaster vom Kolbensattel zurück ins Tal – eine schöne Belohnung für einen angstrengenden Aufstieg.
  • Gemeinsam etwas schaffen, zusammenarbeiten und sich im Team Lösungen für Probleme überlegen – darum ging es auch für die Klasse wie hier bei der Überquerung eines „gefährlichen Stroms“ zu sehen ist.
  • Die Sinne schärfen war das Motto der Nachtwanderung (ohne Taschenlampe), die ein bisschen Mut erforderte. Dieser wurde schließlich mit einer hellen Fackel für den Heimweg belohnt wurde.
  • Ein- und Auszug in die Jugendherberge am Rande Oberammergaus fand bei strahlendem Sonnenschein statt.

„Was heißt für Sie eigentlich ‚kleiner Spaziergang‘, Herr Abele?“ – „Wie lange darf der denn dauern?“ – „Waaas? Zehn Kilometer zu Fuß nach Kloster Ettal und zurück wirklich? Fällt noch unter den Begriff ‚Spaziergang‘, Frau Weiland?“ – Solche Fragen beschäftigten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b in Oberammergau fast die gesamte Woche und sorgte für reichlich Gesprächsbedarf zwischen Lehrern und Schülern.

Teamarbeit und vielfältige Gruppenerfahrungen

In diesen ereignisreichen Tagen wurden imaginäre Meere und Seen in Teams überquert, um den Gemeinschaftssinn zu stärken und sich kreative Lösungen zu überlegen, die alle ans Ziel bringen. Inspiriert von der Natur bauten die Schülerinnen und Schüler Flöße, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Hübsch dekoriert mit Pfaffenkäppchen, beladen mit Moos oder elegant bestückt mit einem Blatt als Segel. Doch leider waren nicht alle Fahrzeuge „flusstauglich“ und so lief manches Floß bereits nach dem „Wassern“ in der Ammer auf Grund. In wieder neuen Kleingruppen erkundeten die Kinder Oberammergau mit seinen Holzschnitzern, dem Rotkäppchen- und Hänsel und Gretel-Haus (berühmte Zeugnisse der Lüftelmalkunst) bei einer Stadtrally.

Die Sinne schärfen

Sich einmal nicht vollends auf die eigenen Augen zu verlassen, das war für viele eine neue, und nicht immer angenehme Erfahrung, die sie auf einer gemeinsamen Nachtwanderung sammeln konnten. Da raschelte das Laub unter den Füßen und ein Zweig strich an der Wange vorbei, bevor man zur Belohnung für den Mut eine Fackel für den Heimweg in die Hand bekam.

Bergwanderung ins „Nirgendwo“

Als Höhepunkt der Woche, wenn man den Schülern glaubt, muss sicherlich die Besteigung des Kolbensattels gelten, aus der aber eher eine Tour ins „Nirgendwo“ wurde. Immer dicker hüllte uns der Nebel beim zweistündigen Aufstieg ein und kalt pfiff der Wind um die Nase, als alle mit dem Alpincoaster (mehr oder weniger) rasant zurück ins Tal brausten.

So ging eine bunte, turbulente Woche zu Ende, doch bezüglich der Länge eines ‚kleinen Spaziergangs‘ konnte man sich bis zum Schluss nicht einigen.