Katholische Religionslehre

„Credo ut intellegam.“
Denn ich suche nicht zu erkennen, um zu glauben,
sondern ich glaube, um zu erkennen.“
Aus der Schrift Proslogion des Benediktiners Anselm von Canterbury (1033 bis 1107)

  • Der Mensch und die Bilder des Menschen: Herstellung von Masken als wirksame Form der Selbstbegegnung und Selbstvergewisserung
  • Teamwork im Projektunterricht der Unterstufe
  • Psalm 23 regt an zur bildlich-symbolischen und sprachlich-gedanklichen Auseinandersetzung.
  • Heilige Texte aus dem Juden- und Christentum haben ihren Platz im Religionsunterricht.

Der Religionsunterricht will Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen aufgreifen und mit der christlichen Glaubensüberlieferung verbinden. Diese Zielsetzung fordert von den Lehrerinnen und Lehrern die Bereitschaft, die unterschiedlichen Lebenssituationen kirchlich Engagierter, Suchender, kritisch Distanzierter, Mitgliedern anderer Konfessionen und Religionen wahrzunehmen.

Damit steht katholischer Religionsunterricht im Spannungsfeld, mit der christlichen Botschaft bekannt zu machen, zur unterscheidenden Auseinandersetzung anzuregen und – weil Religion nie nur Theorie ist – angemessen und in Respekt vor der Überzeugung anderer die eigenen Glaubensinhalte rituell zu erschließen.

Diesen hohen Anspruch in die kleine Münze des Unterrichtsalltags zu übersetzen, setzt gute menschliche Beziehungen voraus, überzeugende Erwachsene und die Gabe, die Chance des jeweiligen Augenblicks zu ergreifen.

Religionsunterricht ist deshalb nie nur auf die jeweiligen Unterrichtsstunden mit den entsprechenden Fachlehrkräften beschränkt, sondern lebt von Begegnungen und Erfahrungen in Exkursionen und Projekten. Am Gymnasium bei St. Stephan hat unter diesen Projekten das freiwillige Angebot der Feier des Firmsakraments als Schulfirmung einen besonderen Stellenwert: Unabhängig von Religions- und Konfessionszugehörigkeit wendet sich dieser Jahresschwerpunkt im Rahmen des offenen Projekts „Gemeinsam auf dem Weg“ an alle Kinder der gesamten 6. Jahrgangsstufe.

Eine Erstinformation für Eltern der Fünftklässler – im Vorausblick auf die individuelle Entscheidung für einen Firmort und einen Firmzeitpunkt – steht hier zur Verfügung.

Religiöse Erziehung, die Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg helfen soll, braucht das Zeugnis von Schülerinnen und Schülern, die ihren Glauben leben, Lehrerinnen und Lehrern, die Vorbilder zu gelingendem Leben wie zum Umgang mit Schuld und Versagen sein können.

An unserer Schule gibt es vielfältige religiöse Angebote der Schulpastoral für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler. Die katholische und evangelische Fachschaft arbeiten dabei in ständigem Kontakt und Austausch. Gemeinsame Gottesdienste, Tage der Orientierung und weitere unterrichtsbegleitende Veranstaltungen werden im Team geplant und kooperativ vollzogen. Ein respektvoller Kontakt mit der Fachschaft Ethik ist dabei ebenso selbstverständlich: Das religiös-wertorientierte Angebot im unterrichtlichen Rahmen ist nicht nur christlich-ökumenisch, sondern auch interreligiös und enthält mit seinen Säulen „Glauben feiern“ und „Orientierung finden“ vieles, was der Klassen- und Schulgemeinschaft dient und sich an jede und jeden einladend richtet.