Kunst

„Früher war man gewohnt, Kunst als etwas zu begreifen, das besser organisiert war als das Leben, etwas, wohin man sich vor dem Leben flüchten konnte. Der Wandel, der [in diesem Jahrhundert] stattgefunden hat, ist jedoch derart, dass Kunst keine Flucht, sondern eher eine Einführung in das Leben bedeutet.“
John Cage (1912 bis 1992), amerikanischer Komponist, Maler und Schlüsselfigur der Happeningbewegung

  • Schuhe genau betrachtet: Alltagsgegenstände werden im Additum Kunst genau unter die Lupe genommen.
  • Tag der offenen Tür: In den Kunsträumen darf „gewerkelt“ werden.
  • Neben Wasser- und Aquarellfarben kommen auch Kohle, Wachsmalkreiden oder Buntstifte zum Einsatz.
  • Im Wahlkurs Plastisches Gestalten probieren Schülerinnen und Schüler der Unterstufe verschiedene Techniken aus: Hier ein Mosaik aus Marmorsteinchen.
  • Wie hier im Treppenaufgang des Altbaus bietet unser Schulhaus eine Reihe an Möglichkeiten, sich im architektonischen Zeichnen zu üben.
  • Die Schulräume werden im Additum Kunst perspektivisch gezeichnet.

In der Einheit von Wahrnehmung, Reflexion und der bildnerischen Produktion werden die Schülerinnen und Schüler im Fach Kunst motiviert, sich ein Bild von dieser Welt zu machen. Alle Sinne werden angesprochen und eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt findet statt.
In allen Jahrgangsstufen werden im Unterricht der Fachschaft Kunst unterschiedliche vier Bereiche angesprochen – Lebenswelten (z. B. Beobachten, Erfinden, Selbstdarstellung), Kommunikation und Medien (z. B. Werbung und Fotografie, Schreiben und Nachricht), Architektur und Design (z B. Lebensräume, Innenarchitektur) und Bildende Kunst (von der Urzeit bis zur Kunst des Heute).

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 wird die individuelle Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. So stehen im Mittelpunkt der Unterstufe die Entwicklung der Vorstellung und Phantasie und die Gestaltung eigener Erlebnisse. Nichts geht über eigenes Tun und Tasten, Entwerfen und Erschaffen. Im Vordergrund steht die sinnlich-haptische Erfahrung mit den unterschiedlichen Werkstoffen. Teamarbeit stärkt die soziale Kommunikation.

„Kunst ist ein Zeichen, ein Ding, das die Realität in unserer geistigen Vorstellung wachruft.“ Antoni Tàpies (1923 bis 2012); spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer

Die Mittelstufe steht im Zeichen der Selbstfindung. Mittels Selbstdarstellung, Variation des Möglichen (in vitro), Erweiterung der Darstellungstechniken helfen die eigene Identität auszuloten zu finden und anzuerkennen.

„Wenn die Welt klar wäre, gäbe es keine Kunst.“ Albert Camus (1913 bis 1960); französischer Schriftsteller, Nobelpreisträger und Philosoph

In der Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 und 12) kann Kunst alternativ zu Musik gewählt werden. In vier Halbjahren werden die Themenbereiche „Körper“, „Objekt“, „Gebauter Raum“ und „Kommunikation“ erweitert und vertieft. Auch hier steht die praktische Arbeit neben der Reflexion.

Die Präsentation der Schülerarbeiten bringt Anerkennung, Selbstbewusstsein und differenzierte Selbsteinschätzung. Regelmäßige Ausstellungen von Schülerarbeiten innerhalb und außerhalb der Schule vermitteln Einblicke in das reiche Angebot bildnerisch-praktischer Ausdrucksmöglichkeiten, Techniken und Verfahren.

Die jährliche Ausstellung im Rathaus der Stadt Augsburg im Frühjahr ist am Gymnasium bei St. Stephan ein fester Termin.
Eine Herausforderung sind unterschiedliche künstlerische Wettbewerbe, bei denen unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig erfolgreich teilnehmen.

„Kunst = Mensch = Kreativität = Freiheit“ Joseph Beuys (1921 bis 1986); deutscher Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner und Kunsttheoretiker

Bild des Monats: Mein Zimmer

Jugendräume als Jugendträume: Das Traumzimmer zu entwerfen war Aufgabe in den achten Klassen – und die Perspektive sollte tiefe Einblicke schaffen.

PMIY: Elenas Flower-Power-Klavier

Die „Streetpiano“-Aktion „Play me, I’m Yours“ (PMIY) bringt ab Anfang Mai zehn bunt bemalte Klaviere in Augsburgs Innenstadt. Stephanerin Elena Nieberle, eine Klaviergestalterin, schuf ihr Werk in St. Stephans Künstlerkeller – zusammen mit einem aktiven Mädchenteam.

„Play me, I’m Yours“: Das Klavier ist da!

PMIY, das ist „Play me, I’m Yours“: Bunt und auffällig gestaltete Klaviere erobern Plätze in der Stadt und können dort von jedermann gespielt werden. St. Stephan hat ein Klavier bekommen, denn Elena Nieberle ist Klaviergestalterin und wird von den Kunstlehrern unterstützt.