Oh wie süß … ein Python!

  • Die Jungtiere erfreuten sich besonderer Aufmerksamkeit bei den Schülerinnen und Schülern.
  • Das Chamäleon beobachtete die Schüler von seinem luftigen Sitz aus ebenso interessiert wie sie das Reptil.
  • Da in den achten Klassen Spinnentiere und Insekten vorgestellt wurden, hatten auch die Sechstklässler kurz Gelegenheit, mit der Vogelspinne „Freundschaft zu schließen“.
  • Imposant, aber nicht furchterregend zeigte sich der Königspython.
  • Die griechischen Landschildkröten waren als „Einstiegsobjekt“ gerade richtig. Manch einer wagte sich danach an die größeren Tiere ...
  • ... wie hier die leuchtende, hellorangefarbene Bartagame.
  • Nur im Terrarium zu bewundern waren die hübschen Pfeilgiftfrösche, die das Gift zuerst über die Nahrung aufnehmen müssen und deshalb in Gefangenschaft meist ungefährlich sind.

Zu Beginn erläuterte Manfred Werdan, ein Züchter und Sachverständiger für Reptilien und Amphibien, in einem kurzen Theorieteil Wissenswertes über Körperbau, Entwickung, Lebensweise und Ernährung dieser besonderen Tiere, deren artgerechte Halung ihm besonders am Herzen liegt. Danach begann er mit der Vorstellung der einzelnen Exemplare – erst die Amphibien, dann die Reptilien.

Ein einzigartiger Axolotel, verschiedene Schlangen und bunte Echsen

Zunächst bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Axolotel zu sehen, ein besonderes Tier, weil es immer im Larvenstadium bleibt und es ihn schon vor den Dinosauriern gegeben hat. Auch Pfeilgiftfrösche in leuchtenden Farben zeigte der Sachverständige. Die Zuhörenden erfuhren, dass diese jedoch in Gefangenschaft nicht giftig sind, da sie das Gift erst mit der Nahrung aufnehmen müssen, bevor sie es wieder abgegeben und einsetzen können. Großen Eindruck machten die mitgebrachten Reptilien auf die beiden sechsten Klassen. Werdan zeigte eine Hornotter, die giftigste Schlange Europas, einen etwa zwei Kilogramm schweren Python, der seine Beute erwürgt, sowie giftig aussehende, bunte Korallenschlangen (mit ihrem entzückenden Nachwuchs), die aber völlig harmlos waren. Danach holte er aus seiner großen Holzkiste neben einem Blauzungen-Skink, einer Eidechsenart, die mit ihrer leuchtend blauen Zunge Feinde abschreckt, noch ein grünes Chamäleon. Das eindrucksvolle Exemplar konnte seine Augen unabhängig voneinander in alle Richtungen drehen und verdunkelte während des Vortrags seine Farbe. Abschließend wurden noch acht griechische Landschildkröten verschiedenen Alters und eine Bartagame in leuchtendem Orange gezeigt.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete eindeutig das abschließende „Fotoshooting“. Mit Ausnahme der giftigen Exemplare durften die Mädchen und Jungen alle Tiere streicheln, auf die Hand nehmen und fotografieren – natürlich nach genauer Anleitung und unter den wachsamen Augen von Werdan.

Den Stoff vertiefen und Ängste abbauen

Die sechsten Klassen hörten sich diesen 90-minütigen Vortrag an, um damit den Unterrichtsstoff im Fach Natur und Technik zu vertiefen und Genaueres über die verschiedenen Wirbeltierklassen zu erfahren. Außerdem können durch solche Kontakte auch Ängste und Vorurteile abgebaut werden. „Das waren zwei interessante Schulstunden“, lautete das Fazit der Schülerinnen und Schüler.