Physik im doppelten Forscher-Status

  • Das Miterleben mehrerer Versuche mit flüssigem Stickstoff gehörten zum „Bonusprogramm“ der Stephaner am Institut für Physik der Universität Augsburg.
  • Schwebender Supraleiter: Ein Magnet „hebt ab“ und rotiert durch die Wirkung der Magnetfeldfreiheit.
  • Der Tag am Institut für Physik beginnt im Lehrsaal: Erst die (Forschungs-)Arbeit, dann das (Experimental-)Vergnügen.
  • Hier wird die Mindmap zum Themenbereich „Thermometer“ erstellt.
  • Und hier wird – auf Höchstniveau effektiv – mit flüssigem Stickstoff Heidelbeer-Eis hergestellt und gefrostet.

Am Ende gab es selbstgemachtes Heidelbeereis – und am Anfang stand das Ausfüllen kniffliger Fragebögen, als am Mittwoch, den 20. Juli 2016 die Klasse 9d des Gymnasiums bei St. Stephan das Institut für Physik der Universität Augsburg besuchte. Ziel dieser Einladung war einerseits die Besichtigung der Universität Augsburg und andererseits die Teilnahme der Schüler am Projekt „LeHet – Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität“.

Das Institut der Didaktik der Physik führt im Rahmen dieses übergreifenden Projekts der Universität Augsburg eine wissenschaftliche Erhebung zum Thema „Präkonzepte in der Physik“ durch, also zum „unbeschulten“ Vorwissen in physikalischen Themenfeldern. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d mussten dazu zwei Fragebögen zu den Bereichen „Wärme und Temperatur“ beantworten und zusätzlich eine Mindmap zum Thema „Temperaturmessung“ erstellen. Gerade die beiden Fragebögen waren nicht leicht zu bearbeiten, doch die Schülerinnen und Schüler der 9d schlugen sich überaus gut.

Als „Belohnung“ für die Teilnahme am „LeHet-Projekt“ führten Mitarbeiter des Instituts der Physik die Schülerinnen und Schüler über den Campus der Universität und standen für Fragen zum Studium in Augsburg bereitwillig zur Verfügung.

Den Abschluss der Exkursion bildete eine packende Vorführung von Privatdozent Dr. Norbert Büttgen, der den Schülerinnen und Schülern faszinierende physikalische Versuche mit flüssigem Stickstoff zeigte und erklärte. Höhepunkt war dabei neben einem schwebenden Supraleiter die eigene Herstellung von Heidelbeer-Eis, das mithilfe von flüssigem Stickstoff in wenigen Minuten auf Verzehrtemperatur gebracht werden konnte und ausgesprochen lecker war.