Verstürzter Römertuff: Archäologie live

  • Tuffstein ist das Merkmal-Material römischer Gebäudefundamente: Am Schwedenweg wurde ergraben, wie sich an der Hangkante der Lech ein Stück der alten Römerstadt „geholt hat“.
  • Die archäologische Grabung ruht auch im Winter nicht: Mit einer Zeltplane wird der Grabungsplatz auch bei Frost zugänglich gehalten.
  • Wo einst die Römer noch „fundamentiert“ siedelten, hat sich der Lechgraben in nachrömischer Zeit ein gutes Stück der Hangkante geholt und weggespült.

Im wahrsten Sinne des Wortes „tiefe Einblicke“ in die mühsame Arbeit der Archäologen konnten die Schülerinnen und Schüler des Intensivierungskurses Archäologie und des Vertiefungsfaches Archäologie der Modellklasse vor Ort bei einer Ausgrabung an der Hangkante am Schwedenweg gewinnen. Mit wenigen Schritten war von St. Stephan aus der Ausgrabungsplatz an der Stadtmauer zu erreichen.

Natürlich traten auch hier wieder Überreste römischer Bebauung zu Tage. Die Teile einer römischen Mauer aus Tuffstein konnten von den Schülern jedoch leider nur in verstürztem Zustand auf der Seite liegend betrachtet werden. Bereits bei früheren Ausgrabungen war festgestellt worden, dass Teile der an der östlichen Hangkante liegenden Römerstadt durch ein massives Lechhochwasser (vermutlich in nachrömischer Zeit) weggerissen wurden. Eine weitere Störung der römischen Befundsituation ist dann, laut den Erkenntnissen der im Schwedenweg tätigen Archäologen, durch den Bau der mittelalterlichen Stadtmauer erfolgt.