Wie nimmst du ab – und zu?

  • Ein Sonnenuntergang, fotografiert vom Kirchturm St. Stephans: Im Spätlicht des Tages steigen Kondenswolken aus dem Gundremminger Kernkraftwerk auf.
  • Durch die Arkaden der Kirchturmlaterne wird bei Sonnenuntergang die Frage deutlich, woher der Mond denn nun sein Licht nehmen sollte.
  • Der Mond durch den teleskopischen Blick der Sternwarte bei teilweiser Bestrahlung durch die Sonne
  • Der volle Mond: Unter exaktem astronomischem Blick erinnert der Erdtrabant hier fast an eine Melone.

Eindrucksvolle Bilder des Mondes, Sonnenauf- und Untergänge, berührende Teleskopaufnahmen der Mondoberfläche und – im Wortsinn – einleuchtende Erklärungen: Das alles kann der 15-minütige Film „Der Zauber der Mondphasen“ bieten, der in den vergangenen Monaten im Astro-Team von St. Stephan entstand.

Fabia Moussong, Maximilian Schäffer und Talu Supe arbeiteten zusammen mit ihrem Mentor Pater Gregor Helms, dem Leiter des Astro-Teams, seit März an ihrem Film. Die Idee zum Mondfilm kam im Team allerdings schon im Herbst auf nach einem Besuch des Planetariums im Deutschen Museum in München, wo auch die Mondphasen erklärt wurden. „Wir wollten es etwas anschaulicher machen und genauer erklären, wie die Mondphasen entstehen und warum sie wann und wie zu sehen sind“, sagt Pater Gregor. Das Produkt wollten die Erklärfilmer naturnah mit vielen Bildern und einigen Videoclips anreichern. Alle Fotos und Clips sind selbst gemacht und entstanden entweder in der Sternwarte oder auf dem Kirchturm von St. Stephan, von dem aus tolle Aufnahmen entstanden. Als Filmstudio diente vor allem der Tiefkeller im Kloster, angereichert mit „Requisiten“ aus Astronomiesaal und Physiksammlung.

Begeisterung und Engagement fanden schier keine Grenzen: Aus den jeweils knapp zwei Schulstunden wurden in den vergangenen Monaten allmählich drei volle Stunden, bis zuletzt noch zwei Samstage und ein Pfingstferientag in die Vollendung des „Mondfilmes“ flossen.

Der Film dauert nun in der Endfassung 15 Minuten. Als Schneidemeister für Ton und Bild tat sich unter dem kritischen Auge von Fabia und Talu vor allem Maximilian hervor. Mit im Film sind auch zwei Arbeiten der Augsburger Textilkünstlerin Andrea Dresely, die eine Verwendung ihrer gewebten Mondphasen „a“ und „z“ ermöglichte. Mitgewirkt hat schließlich auch Musiklehrer Bastian Walcher und ein kleines Chorensemble der Schülerschaft, die für Vorspann und Nachspann das Lied „Guter Mond, du gehst so stille“ einspielten. Der Text lautet: „Guter Mond, du gehst so stille. Sag, wie nimmst du ab – und zu? Zauberhaft ist die Idylle! Sag, wie’s geht, dann geb’ ich Ruh!“ Und Pater Gregor verlieh dem „guten Mond“ seine sonore Stimme. Ein lehrreicher und äußerst anregender Film!