Gebannter Blick und wacher Geist

  • Das Höhlengleichnis aus Platons „Politeia“ in der Kuppel des Schulplanetariums …
  • … lenkt die Blicke der Zehntklässler, die sich derzeit im Unterricht mit Sokrates befassen, unwillkürlich nach oben.
  • Eine Szene, wie sie leibhaftig aus Platons berühmtem Gleichnis genommen sein könnte.
  • Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse übernehmen bei diesem Projekt zu Platons Höhlengleichnis die Aufgabe der Moderation und Instruktion.

Einen kleinen Höhepunkt in ihrer Griechischlaufbahn gab es am 22. Februar für die Lerngruppe der Humanisten aus den Klassen 10a und 10b. Auf lebendige und anschauliche Weise wurden sie durch sieben Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 in Platons Höhlengleichnis eingeführt.

Den idealen Rahmen für diese abendliche Veranstaltung bot das schuleigene Planetarium, wo sich alle erwartungsvoll versammelten. In dem völlig abgedunkelten Raum führte in die Thematik eine kurze Filmsequenz ein, der alle gebannt wie in Platons Höhle folgten. Mit erfrischenden Worten erläuterten anschließend zunächst Tobias Bader und Konstantin Kraus (beide Q11) die Szenen. Ihre Ausführungen wurden von Nicolas Koch (Q11) und Florian Ehrenwirth (Q12) um ontologische Aspekte aus den Lehren von Parmenides und Platon ergänzt, um vertiefende Ansätze zu einem Verständnis des Gleichnisses zu geben. Maria Leis (Q11) und Nicola Gabler (Q12) stellten dem interessierten Publikum dazu noch die sogenannte Anamnesis-Lehre Platons vor, da dieser den Weg des Philosophen von den Schatten der Höhle ans Licht der Ideen auch als eine Art Wiedererinnerung der Seele zu begreifen scheint.

Geblendet von diesen Erkenntnissen und der Beleuchtung im Astronomiesaal traf man sich dort im Anschluss zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde. Ein spürbar bewegender Abend mit gebannten Blicken und hellwachen Gedanken!