Herausforderungen mit Engagement begegnen
Am 5. Dezember 2026 hatten wir, die Klasse 11bc, im Rahmen der Verfassungsviertelstunde im Fach Katholische Religionslehre die Gelegenheit, den CSU-Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko an unserer Schule zu begrüßen. In einem ausführlichen Gespräch gab er uns spannende Einblicke in seinen politischen Alltag, seine Aufgaben und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.
Zu Beginn schilderte er seinen persönlichen Weg in die Politik. In seiner Familie und auch in der Schule spielte Politik zunächst kaum eine Rolle. Erst in der 9. und 10. Klasse an der Meringer Realschule wurde sein Interesse durch Gespräche mit einem Lehrer geweckt. Später engagierte er sich eher zufällig in der Jungen Union und fand darüber seinen Einstieg in die Landespolitik.
Anschließend berichtete Tomaschko über seinen Arbeitsalltag im Bayerischen Landtag. Montag bis Freitag ist er sowohl in München als auch in seiner Region unterwegs. Während es dienstags bis donnerstags meist zu Plenarsitzungen nach München geht, nutzt er die übrigen Tage für Gespräche vor Ort, Projektbesuche oder Einweihungen. Auch an Wochenenden ist sein Terminkalender mit Tagungen und Veranstaltungen gut gefüllt – bayernweit und teilweise deutschlandweit.
Inhaltlich beschäftigen ihn derzeit vor allem Themen wie Radikalisierung, der Umgang mit der AfD sowie Fragen zu Digitalisierung und gesellschaftlichen Problemen. Besonders interessant war für uns, dass er sich auch international informiert – zum Beispiel darüber, wie Digitalisierung in Ländern wie Dänemark umgesetzt wird. Ein großer Punkt war außerdem die Vorbereitung auf die Kommunalwahlen. Hier betonte Tomaschko, wie wichtig es sei, möglichst viel vor Ort zu sein und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Neben klassischer Medienarbeit spielen dabei auch Social-Media-Formate eine Rolle – etwa Instagram für jüngere Zielgruppen und Facebook für ältere. Außerdem stellte er sein Konzept einer „Ideenbox“ vor, in die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge einwerfen können.
Ein spannender Moment entstand, als wir ihn nach der viel diskutierten Aussage von Friedrich Merz zum sogenannten „Stadtbild“ fragten. Tomaschko erklärte, dass er von solchen Schlagworten wenig halte. Viel wichtiger sei es, sachlich über Probleme zu sprechen – etwa über Migration, soziale Gerechtigkeit und funktionierende Strukturen in Handwerk, Landwirtschaft und Verwaltung. Wenn diese Herausforderungen gelöst würden, könne man extremen politischen Tendenzen besser entgegenwirken. Auch über die Sicherheit im Stadion wurde gesprochen: Bei Spielen des AEV sei die Polizei präsent, und grundsätzlich sei es Aufgabe des Staates, für Sicherheit zu sorgen.
Zum Abschluss ging Tomaschko auf die Bildungspolitik ein – ein Bereich, der uns als Schule besonders betrifft. Er hob hervor, wie wichtig Bildungsgerechtigkeit sowie grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind. Besonders an den Grundschulen sehe er noch Verbesserungsbedarf.
Der Besuch von Peter Tomaschko war für uns sehr aufschlussreich und zeigte, wie vielfältig und wichtig politische Arbeit im Alltag ist.