Schwungvoll ins erwachende Frühjahr
„Es lebe das Leben! – Viva la vida”: Schöner kann ein Frühlingskonzert nicht beginnen als mit diesem Song von Coldplay. Der Unterstufenchor unter Leitung von Bastian Walcher eröffnete das Frühlingskonzert 2026 im Kleinen Goldenen Saal und brachte lebendig und fröhlich noch zwei bekannte Lieder aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu” zu Gehör.
Damit war die beschwingte Aura des Frühlings eingeläutet für die drei Ensembles des Abends und einige feine kammermusikalische Auftritte, die einen bunten Frühlingsstrauß an Melodien und Klängen an diesem bunten und temporeichen Abend zeigen durften.
Zwei Gesangsstücke bot Gesangslehrerin Dobrochna Payer mit Lisa Weiß, die in leichtem und schönem Ton Brahms’ Kunstlied „Sonntag” bot, und mit Esther Amann und Karolin Schönau, die das „Briefduett” aus Mozarts „Figaro” erklingen ließen und es auch spielerisch inszenierten.
Auf diese Weise wurde das Nachwuchsorchester Sinfonietta umrahmt, das unter Leitung von Ulrich Graba sehr konzentriert „10 leichte Stücke” von Bela Bartok einbrachte.
Mit dem „Libertango” von Astor Piazzolla wurde es – geboten von Gästen aus der Oberstufe – lateinamerikanisch: Leopold Fritsche am Akkordeon holte mit einem Streichquartett berührende Klänge in den Saal, wie es zuvor schon Toma Aleksandria mit dem schwungvollen „Georgischen Tanz” am Klavier gezeigt hatte.
Das Finale übernahm – schon traditionsgemäß – das Blasorchester unter Leitung von Alexander Wolf. Der große Klangkörper präsentierte eine immense Bandbreite an symphonischer Blasmusik: Nach dem agilen Einstieg mit „Mission impossible” gab es weitere Filmmusik mit einem Medley zu „How to Train Your Dragon”, das die zahlreich erschienene Zuhörerschaft klangvoll-wuchtig ins kalte Nordmeer entführte. Mit sensationellen Tubaläufen begeisterte die Polka „Böhmischer Traum” und mit sommerlich-entspannter Frische das Surf-Sound-Medley „Big Fun in The Sun”. Zum Schluss wurde es mit Bön Jovis „It’s my Life” rockig-poppig und endgültig mitreißend, so dass Zugaben nicht ausbleiben konnten.
Nach 90 beschwingten, heiteren und kraftvollen Minuten endete ein feiner Abend, der den drei Ensembles beste Gelegenheit bot, ihr Publikum qualitätvoll zu unterhalten.