Wehrpflicht: Spezialistentum vs. Zusammenhalt

  • Pro und contra Wehrdienst: Alles ist vorbereitet für die Diskussion der Q12, dem ersten Jahrgang, in dem zum 18. Geburtstag alle einen Brief der Bundeswehr erhalten. Damit dieses Thema nicht spaltet, sondern sensibilisiert, war unter dem Motto Müssen, dürfen, wollen?” eingeladen.
  • Frieda Rothe aus dem Moderatorentandem begrüßte die Gäste in der Großen Aula. Vor allem viele Jugendliche waren gekommen.
  • Ko-Moderatorin Emma-Fe führte in die Fragestellung ein und erläuterte die Vorgehensweise, die aus dem ZDF-Format 13 Fragen“ abgeleitet war.
  • Links, im rötlichen Licht, standen die Wehrdienstkritiker Isabella, Johannes und Jakob – mit der Möglichkeit, nach vorne Schritte zu gehen bei Verständnis für die Gegenseite.
  • Da standen als Wehrdienstbefürworter Jette, Elias und Noah im grünlichen Licht. Auch sie können Verständnis für die Gegenpositionen durch Schritte aufeinander zu ausdrücken.
  • Rot und Grün gab es auch im Publikum für ausgeweitete Fragen: Die Auffassungen der Diskutanten spiegelten sich überraschend klar auch im Publikum.

Am 17. April 2026 verwandelte sich die Große Aula von St. Stephan in einen Ort intensiver Debattenkultur: In Anlehnung an das ZDF-Format 13 Fragen“ setzten sich Schülerinnen und Schüler mit einer ebenso aktuellen wie kontroversen Frage auseinander: Die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland.

Charakteristisch für das Format war die klare räumliche Positionierung der Teilnehmenden: Zwischen Zustimmung und Ablehnung konnten sie nicht nur ihre Haltung sichtbar machen, sondern diese im Verlauf der Diskussion auch verändern und auf die Gegenseite bei Zustimmung zugehen oder sich bei Ablehnung eines Redebeitrags wieder nach hinten bewegen. So entstand ein dynamischer Austausch, der von den Moderatorinnen Frieda Rothe und Emma-Fe Miller gekonnt moderiert wurde.

Zusätzlich zum Geschehen auf dem Podium wurde regelmäßig das Stimmungsbild des Publikums eingeholt, das – angestoßen durch die Moderatorinnen – mit grünen und roten Karten auf Statements oder Aussagen der Diskussionsteilnehmer reagieren konnte. Die Pro-Seite, vertreten durch Elias Kirner, Noah Beducker und Jette Schwarzer, hob insbesondere die Bedeutung der Wehrpflicht für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Sie argumentierten, ein verpflichtender Dienst könne nicht nur die Verteidigungsfähigkeit stärken, sondern auch jungen Menschen wertvolle Orientierung und Verantwortung vermitteln.

Demgegenüber stellten Jakob Palme, Johannes Herold und Isabella Saico auf der Contra-Seite kritische Fragen zur Vereinbarkeit einer Wehrpflicht mit individuellen Freiheitsrechten. Zudem bezweifelten sie, ob ein verpflichtender Dienst den Anforderungen einer modernen, hochspezialisierten Armee gerecht werden könne.

Der Abend endete schließlich mit der Möglichkeit für das Publikum sich an Tischen mit Impulsfragen bei Getränken auszutauschen

  • Im Anschluss gingen die Diskussionen noch in kleineren Runden weiter: Das Thema Wehrpflicht wird spürbar konträr wahrgenommen und kann Gedankenaustausch bestens gebrauchen!