Junge Stimmen für die Natur

  • Gespannt warten die Schülerinnen und Schüler darauf, dass die Veranstaltung beginnt: Natürlich”, das 22. Ausgburger Lesebuch, komplett geschrieben von Schülerinnen und Schülern aller Schularten, wird im Gewächshaus des Botanischen Gartens vorgestellt.
  • Einlasskontrolle im Botanischen Garten mit Lerneffekt: Der mexikanische Salbei, Salvia patens, verbindet Botanik und etwas Latein
  • Selbstsicher steht Quirin Krammer auf der Bühne und trägt seinen lautmalerischen Text Natur pur“ vor.
  • Selina Schorr regt die Zuschauenden mit ihrem sechsstrophigen Gedicht Der Bach” durchaus zum Nachdenken an.
  • Fast bis auf den letzten Platz besetzt: das Gewächshaus im Botanischen Garten in Augsburg – ein natürlicher” Ort für das 22. Augsburger Lesebuch.

Hey Jude, don’t be afraid …” erklang es vergangenen Freitag von der Bühne, die im Gewächshaus des Botanischen Gartens Augsburg vor knapp 300 geladenen Gästen aufgebaut worden war. Das voll besetzte Gewächshaus bot am 24. Juli 2026 den feierlichen Rahmen für die Präsentation des neuen 22. Augsburger Lesebuchs.

Von Aufregung oder Nervosität war bei Quirin Krammer aus der Klasse 6e und Selina Schorr aus der Klasse 7d jedoch nichts zu spüren. Stellvertretend für das Gymnasium bei St. Stephan trugen die beiden ihre selbst verfassten Texte Natur pur“ und Der Bach“ vor und begeisterten damit die Zuhörerschaft.

Begleitet von ihren Deutschlehrerinnen Karin Bäumler und Alexandra Puhle sowie ihrem Geographielehrer Jonas Haag nahmen die Schülerinnen und Schüler an der Veranstaltung teil. Der Dritte Bürgermeister und Altstephaner Bernd Zitzelsberger eröffnete den Vormittag mit humorvollen Worten, während Barbara Friedrichs vom Kulturbüro der Stadt Augsburg souverän durch das Programm führte.

Literaturwettbewerb zum Jubiläum

Anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Botanischen Gartens Augsburg waren Schülerinnen und Schüler aller Schularten eingeladen, ihre Gedanken zu Natur, Botanik und Artenvielfalt literarisch festzuhalten. Unter dem Motto Natürlich“ stand dabei jedoch nicht nur die Umwelt im Mittelpunkt. Der Begriff bezog sich ebenso auf das, was junge Menschen als selbstverständlich erlebten: Zugehörigkeit, Identität, Freundschaft und Vielfalt. Die ausgewählten Beiträge zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich Natürlichkeit empfunden werden konnte.

Insgesamt wurden 278 Texte eingereicht, von denen 46 Beiträge von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums bei St. Stephan in das Augsburger Lesebuch aufgenommen wurden. Die Bandbreite der Textsorten reichte von Gedichten und Erzählungen über Tagebucheinträge bis hin zu Raps und Rezepten.

Gelungene Würdigung junger Talente

Das Augsburger Lesebuch ermöglicht kulturelle Teilhabe und macht erneut deutlich: Gute Gedanken in den Köpfen unserer Schülerinnen und Schüler brauchen, wie Pflanzen, Aufmerksamkeit, Raum und Pflege, damit sie wachsen und gedeihen können.

  • Die ersten Exemplare gehen an Schülerinnen und Schüler raus: Natürlich!” heißt das Buch anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Botanischen Gartens Augsburg.