Projekt! Perfekt! Respekt!

  • Wie die Jakobspilger sind die Kinder der 5. Klassen im Rahmen der Projekttage Gemeinsam unterwegs” in und um Augsburg – hier am Jakobspilgerbrunnen in der Jakobervorstadt.
  • Am Goldschmiedebrunnen in der Fußgängerzonen ist eine willkommene Abkühlung für die jungen Innenstadt-Pilger” zu finden.
  • Zur Ruhe und zum Nachdenken finden hier die Kinder am Labyrinth-Brunnen im Domkreuzgang beim Plätschern des Brunnens.
  • Aus den Pilgerbildern der einzelnen Mädchen und Buben entsteht im Teamwork die große Pilgergruppe an der Rückwand des Klassenzimmers.
  • Immer ein Höhepunkt im doppelten Sinn: Nach dem Aufstieg auf den Turm von St. Stephan kann man von der Laterne der Kuppel aus Stadt und Land überschauen.
  • Der magische Moment: Nach dem engen Aufstieg öffnet sich die Luke und der Blick hinaus ins Weite hoch über den Dächern Augsburgs.
  • Im Schriftprojekt der 7. Klassen gibt es eine Reihe verschiedener Workshops. Hier wird mit Schrift nicht nur getextet, sondern auch graphisch-bildlich gedichtet”.
  • In einer Ausstellung” werden die Bildgedichte einander gezeigt, gedeutet und interpretiert: Schrift kann mehr, als man gemeinhin meint.
  • Eine Gruppe erkundet den Kleinen Goldenen Saal, die Festaula von St. Stephan, und wird auf die Inschriften aufmerksam, die diesen Rokoko-Saal prägen.
  • Unter dem Rokoko-Himmel von 1765 wird erprobt und angewendet, was zuvor erlernt wurde: Die griechische Schrift.
  • Aus den Stuckkartuschen heraus wird das neu erlernte griechische Alphabet – von Alpha über Beta bis Omega – praktisch eingesetzt und vertieft.

St. Stephans Projektwoche in der letzten Schulwoche ist schon gut eingespielt und etabliert – und zugleich immer wieder neu und überraschend. Die Jahrgangsstufe 5 bleibt mit dem Pilgerprojekt Gemeinsam auf dem Weg” noch ganz im Klassenverband. Die Jahrgangsstufe 6 mischt sich bereits beim Themenprojekt Wasser”. Und die Jahrgangsstufe 7 führt in Kleingruppen durch einen ganzen Kosmos von Workshops unter dem Motto Schrift”.

  • Urban Sketching” ist ein Projekt der Unmittelbarkeit: Gezeichnet und gemalt werden die Motive, die einem unmittelbar in Stadt und Landschaft vor die Augen kommen.
  • Am Wasserbecken im Botanischen Garten ergeben sich reiche Motive und Eindrücke zum Einfangen.
  • Der Botanische Garten ist ein wahres Eldorado der Ruhe und der Eindrücke für Urban Sketching, aber auch …
  • … auf dem quirligen Stadtmarkt im Herzen Augsburgs finden sich tolle, schnelle Motive und Themen.
  • Hier wird Urban Sketching ganz unmittelbar, die realen Bilder ändern sich in hohem Tempo, jetzt muss mit frischer Hand skizziert werden.
  • Handlettering, das gestaltende Schreiben mit der Hand, steht hoch im Kurs bei den Projekttagen: Hier wird mit verschiedenen Typographien des Alphabets geübt und gestaltet.
  • Und so sieht ein Ergebnis aus, bei dem auch Verzierungen und Rahmenformen, vor allem aber verschiedene Farben und Schriftformen zum Einsatz kommen.
  • Stricken und Häkeln” war bei den Projekttagen 2026 ein attraktives Angebot. Viele ansprechende Handarbeitswerke entstanden.
  • Vom Stofftäschchen in kräftigen Farbtönen geht die Palette der Arbeitsergebnisse …
  • … über modische Handtaschen in aktuellen Farben (wo nur noch der Träger zu vollenden ist) …
  • … bis zu sanften Tönen. Eindrucksvolle Ergebnisse, die innerhalb kürzester Zeit möglich werden.
  • Beim Upcycling” wird aus alten, ausgemusterten Dingen etwas ganz Neues. Hier wird ein altes T‑Shirt in ein Stofftier verwandelt.
  • Auch alte Socken sind sehr geeignet, sich in Knuddelwesen verwandeln zu lassen.
  • Und dieses Paar süßer Kätzchen zeigt ganz anschaulich, was im Upcycling”-Workshop geschaffen wurde.
  • Im Beachvolleyball-Workshop schaut es hier so aus, als wäre der Platz schon immer ein Paradies: Die Sonne lacht über dem Spiel im Halbschatten.
  • Das Aufwärmen zum Volleyball gelingt im warmen Sand mit Krebsfußball – jede Fuhre Sand, die vorher neu eingebracht wurde, macht sich jetzt bezahlt.
  • Entspannte Atmosphäre am Rand des gesäuberten und neu befüllten Spielfeldes in spürbarem Teamgeist.
  • Und jetzt wird gespielt: Barfuß, leidenschaftlich, Schüler und Lehrer zusammen.
  • Einen Tanzkurs durfte der Musiksaal im Hauptgebäude beherbergen, wo sich die Paare …
  • … einige neue Figuren und Bewegungen zeigen lassen konnten: Leon leitet an und gibt hilfreiche Tipps.
  • Ein Besuch am Augsburger Amtsgericht in der Gögginger Straße gehörte zu den Höhepunkten der Gruppe, die sich mit Jugendstrafrecht befasste.
  • Die Praxis des Helfens steht im Mittelpunkt des Erste-Hilfe-Kurses im Rahmen der Projekttage.
  • Das Üben mit einem Verletzten direkt im Verkehr, hier mit Helm, gehört immer mit zum Programm der Ersten Hilfe.

In der Mittelstufe macht sich die Jahrgangsstufe 8 an Themen heran, die unter dem Stichort der Alltagskompetenzen” vielseitig zu Bewegung und Gesundheit, Ernährung und Haushalt oder Umweltverhalten beitragen. Dabei durchmischen sich diese Gruppen bereits mit Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 9 bis 12. Insgesamt bieten die Projekttage viel an Sport (Beachvolleyball, Bouldern, Tennis, Schafkopf), Handwerklich-Praktischem (Stricken und Häkeln, Upcycling, Veganes und vegetarisches Kochen), Künstlerisch-Kreativem (Handlettering, Urban Sketching, Tanzen) und Informativem (Erste Hilfe, Jugendstrafrecht, geograpische Karten, Sexuelle Bildung und Identität).

  • Das Nachwuchsorchester Sinfonietta verbringt seine Projekttage auf der Probenfreizeit in Memhölz für vier Tage.
  • Mit ihrer Leiterin Corinne Van der Kamp-Visser zeigt sich das fröhliche Nachwuchsensemble.

Und dann gibt es noch die festen Gruppen wie Großes Orchester, Blasorchester und Nachwuchsorchester Sinfonietta, die auf Probentagen in Memhölz sind, Gitarrenensemble, Lernmittelbücherei und Technikgruppe, die alle auf ihre Weise intensive Arbeitseinheiten gestalten. Die Gruppe der Bühnentechnik half mit, die Computerräume aufzuräumen, angesammelte Altlasten in großer Zahl zu entsorgen und den Computerraum Neubau für die anstehende Innensanierung (der dringlich ersehnte neue Linoleum-Fußboden wird endlich in den Sommerferien verlegt) vorzubereiten.

  • Ein wuchtiges Projekt im Jahr 2026: Das Duo Valentin und Zoe bringt die komplette Ausräumung der Zentralbibliothek voran, unterstützt von Helfern aus anderen Workshops und einem starken Hausmeisterteam.
  • Nach drei Tagen ist das Ergebnis zu sehen: Die Sommerbaustelle in der Bibliothek zur Neugestaltung kann beginnen.

Das kühnste Projekt war die Kompletträumung der Zentralbibliothek, auch hier wird in den ersten Augusttagen die Entkernung beginnen, damit die Neugestaltung und Neuausstattung bis zum Herbst gelingen kann. Mit einem Kernteam von Zoe und Valentin aus der Q12 und vielen Mithelfern aus den festen Arbeitsgruppen sowie rund um Hausmeister Zoltan Fugel gelang es, den gesamten Buchbestand zu verlegen sowie alle Regale und Möbel auszulagern und zu entfernen und den Raum den Handwerkern zu übergeben.

Projekttage heißt: Erfahrungsräume öffnen sich jenseits aller Fachlehrpläne, praktisches Anpacken führt zu Erfahrungen, gemeinsam geht vieles deutlich besser und macht Freude! Perfekttage! Respekttage!

Von der Probenfreizeit in Memhölz im Oberallgäu, die Teil der Projekttage ist, berichtet im Folgenden Bettina Schleusing. Ihre Darstellung nennt sie Eindrücke eines Memhölzneulings”.

Nachts auf dem (nicht ganz kahlen) Berge

Es ist kurz vor 22 Uhr irgendwo im Allgäu. Aus den geöffneten Fenstern des Hauses Schönstatt in Memhölz dringt halblautes Lachen. Ganz oben übt jemand Geige und auch eine Flöte und von ganz fern eine Klarinette sind zu hören. Aus dem Haus heraus zieht ein kleiner, aber stetiger Strom Jugendlicher in Richtung Bergkuppe. Manche haben schon ihre Handyleuchten an, die ein bisschen wie Irrlichter aussehen. Was haben sie vor? Hexensabbat? Oder ist es doch nur der Spielplatz?

Die Stimmung bei den Orchesterprobentagen in Memhölz lässt sich Uneingeweihten nur schwer vermitteln. 140 Kinder und Jugendliche in einem Haus? Nur vier Lehrkräfte als Aufsicht? Das muss doch im Chaos enden! Tut es aber nicht.

Woran das liegt? Alle haben eine gemeinsame Leidenschaft und ein gemeinsames Ziel: Musik und die Vorbereitung des letzten Konzerts im Schuljahr, der Sommerserenade. Neben der titelgebenden Nacht auf dem kahlen Berge“ von Mussorgski steht u. a. auch die Rheinische Sinfonie von Robert Schumann auf dem wie immer anspruchsvollen Programm. Für einen Abend reist der Chef der Augsburger Philharmoniker, Domonkos Héja, an, der den Mussorgski beim Konzert dirigieren wird. Für das Orchester eine ungemein bereichernde Erfahrung.

Zwei Stockwerke über dem Symphonieorchester proben die Bläser. Von Star Wars über Queen, den Böhmischen Traum bis hin zu Bella Napoli“ von Roy Bianco und den Abbrunzati Boys ist hier für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Auch Schulleiter Alexander Wolf ist für eine Nacht angereist, um mit seinem Blasorchester zu arbeiten.

Die Tage sind durchgetaktet. Von 9 bis 20 Uhr wird geprobt, mit nur wenigen Pausen. Alles wissen, was sie zu tun haben. Wenn die Ensembles gemeinsam musizieren, entsteht eine Energie, die man zuweilen durch Türen und Mauern spürt.

Trotzdem ist Zeit für anderes. Nicht alle sind immer besetzt. Das Haus bietet viele Möglichkeiten für Spiel und Sport. Immer sind welche auf dem Trampolin, an der Zipline oder beim Tischtennis. Freilich schlafen nachts nicht immer alle. Natürlich muss manchmal eine Zimmerparty aufgelöst werden. Das gehört dazu. Trotzdem tragen alle ihr Teil dazu bei, dass diese Fahrt gelingt und für viele Schülerinnen und Schüler das Highlight ist, auf dass sie sich schon das ganze Jahr freuen. Nicht zuletzt liegt das auch an Sabine Alber, die Herz und Seele der Fahrt ist. Ohne ihr Zimmer-Tetris“, ihren Wasserkocher, ihre Fahrten in den nächsten Supermarkt oder in die Apotheke und ihr liebevolles Verständnis für die Kinder und Jugendlichen wäre es in Memhölz nur halb so schön. Dafür vielen Dank und auf ein Neues auf’m Berg!