Gemeinsam neu starten: Ein Tag für die 5. Klassen
Wer steckt hinter der „Superkraft“?
Zu Beginn des Tages ging es um die Menschen, denn sie machen eine Klasse aus. Mit originellen Steckbriefen stellten sich die Schülerinnen und Schüler einander vor. Neben Hobbys, Lieblingsbeschäftigungen und persönlichen Vorlieben war auch eine ganz besondere Information gefragt: die eigene „Superkraft“. Ergänzt wurden die Steckbriefe durch witzige Selbstporträts und es galt herauszufinden, wer sich hinter welchem Steckbrief und welchem Bild verbarg. Da wurde geraten, verglichen und gelacht – und so manche Vermutung erwies sich als überraschend.
So wurde rasch sichtbar, dass sich hinter jedem Namen eine Geschichte verbirgt. Die Kinder erfuhren mehr über ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler, entdeckten Gemeinsamkeiten und bekamen einen ersten Eindruck davon, wie vielfältig ihre neue Klassengemeinschaft ist.
Auf Entdeckungstour durchs Schulhaus
Kaum waren die Steckbriefe fertig, wurde das Klassenzimmer gegen die Flure im Schulhaus getauscht. Bei der Schulhausrallye hieß es: Augen auf, Fragen stellen und Informationen sammeln! Eine gute halbe Stunde lang herrschte reges Treiben auf den Gängen. Kleine Gruppen waren unterwegs und suchten wichtige Räume, Ansprechpartner und Informationen rund um das Schulleben. Im Sekretariat, im Direktorat und vor dem Lehrerzimmer wurde es zeitweise ausgesprochen voll. Schließlich mussten die Rallye-Fragen beantwortet werden – und dafür waren die richtigen Ansprechpartner gefragt.
Aus den Ergebnissen entstand anschließend eine kleine Wandzeitung, die Orientierung im Schulalltag bietet: Wo finde ich Hilfe? Welche Räume sollte ich kennen? Wer kann bei welchem Anliegen weiterhelfen? Und was gibt es eigentlich an unserer Schule nach dem Unterricht zu tun? Auf diese Weise erarbeiteten sich die Kinder selbst einen ersten Wegweiser durch ihre neue Schule.
Was macht unsere Klasse aus?
Zum Abschluss wurde es ruhiger und zugleich grundsätzlicher. Gemeinsam überlegten die Kinder, welche Regeln für ihre Klasse wichtig sind und wie ihr tägliches Miteinander gelingen kann. Wie wollen wir miteinander sprechen? Was tun wir, wenn es Streit gibt? Wie können wir dafür sorgen, dass alle dazugehören? Aus den verschiedenen Ideen entstand Schritt für Schritt ein gemeinsamer Klassenvertrag. Dabei ging es nicht darum, einfach eine Liste von Regeln vorzugeben. Die Klasse entschied gemeinsam, was ihnen wichtig ist und welche Vereinbarungen getroffen werden, mit denen alle leben können. Am Ende stand ein gemeinsames Versprechen: Jede und jeder kann dazu beitragen, dass die Klasse ein Ort wird, an dem man sich wohlfühlt, ernst genommen wird und gerne miteinander arbeitet.
Ein Stück Schulerfahrung voraus
Die Tutorinnen hatten an diesem Tag einen kleinen Erfahrungsvorsprung: Sie kannten das Schulhaus, wussten, wo man Antworten findet, und standen den Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern mit Rat und Tat zur Seite. Auch in den kommenden Monaten bleiben sie an ihrer Seite und helfen bei Fragen und kleinen Herausforderungen des Schulalltags.
Ein guter Anfang
Gerade in den ersten Wochen am Gymnasium soll aus vielen einzelnen Kindern nach und nach eine Gemeinschaft werden, in der jede und jeder seinen Platz findet, sich aufgehoben fühlt und Verantwortung für das Miteinander übernimmt. Damit wurde zugleich ein wichtiger Grundgedanke der Unterstufenarbeit sichtbar: Jede und jeder Einzelne trägt Verantwortung dafür, dass sich alle in der Klasse wohlfühlen und ihren Platz finden. Am Ende dieses abwechslungsreichen Vormittags waren deshalb nicht nur viele neue Informationen gesammelt, sondern auch erste Gemeinsamkeiten entdeckt, gemeinsam gelacht und wichtige Vereinbarungen getroffen worden. Jetzt darf die Klassengemeinschaft weiter wachsen.