Abschied und Neubeginn

  • Christoph Henzler, der „Schulleiter“ der schwäbischen Schulleiter, führte den neuen Rektor von St. Stephan, Alexander Wolf, in sein Amt ein.
  • Ernste, nachdenkliche und auch launige Gedanken begleiteten die Einführung.
  • Alexander Wolf bedankte sich für die feinsinnigen Gedanken zu seiner Einführung und versprach, sich ein breites Bild von St. Stephan in den kommenden Monaten zu machen.

Alexander Wolf konnte an seinem ersten Tag im Kreis des gesamten Lehrerkollegiums, in der Schuljahresauftakt-Konferenz, erst einmal still zuhören: Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Schwaben, Ltd. OStD Dr. Christoph Henzler, war nach St. Stephan gekommen, um den jungen Schulleiter einzuführen. Mit kurzen Strichen skizzierte er Alexander Wolfs Laufbahn, in der nicht nur die Alten Sprachen (Wolf unterrichtet Deutsch und Latein), die Musik (Wolf ist praktizierender Trompeter und Dirigent) und das administrative Können (Wolf arbeitete sechs Jahre im Kultusministerium für die Humanistischen Gymnasien und für die Hochbegabtenförderung), sondern auch die benediktinische Prägung eine Rolle spielt. Alexander Wolf hat sein Abitur in St. Ottilien gemacht und kennt das Gefüge aus sprachlicher, musischer und spiritueller Prägung.

In seiner Einführungsrede entwickelte Christoph Henzler auch das Bild eines Schulleiters, der nah an den ihm anvertrauten Menschen ist, der umsichtig und vielschichtig kommuniziert, der professionell Schule gestaltet und verwaltet, der aber vor allem mindestens so gut zuhört wie er spricht. Mit kleinen Belegstellen aus der „Regula Benedicti“ ließ Henzler das Bild eines solchen Führungsstils lebendig und anschaulich erstehen.

Alexander Wolf griff anschließend vor dem Kollegium diesen Ball auf und stellte sich als Schulleiter vor, der in lebendiger Zusammenarbeit und gegenseitiger Offenheit in den „Kosmos“ der 194-jährigen Schule St. Stephan hineinfinden möchte: Die Menschen kennenlernen, die Traditionen des Hauses durchdringen und Kooperation gemeinsam gestalten zu wollen, versprach er, ehe dann die Fragen des beginnenden Schuljahres auf die Tagesordnung kamen.

  • Der scheidende Schulleiter Bernhard Stegmann und seine gesamte Schülerschaft auf dem Sportplatz von St. Stephan
  • Auf dem Sportplatz hatte sich die ganze Schulgemeinschaft versammelt: P. Emmanuel begrüßt am letzten Schultag vor den Sommerferien alle auf dem Sportplatz.
  • Adrian Knöll für die SMV erleichtert Bernhard Stegmann den Weg an die neue Wirkungsstätte mit hintersinnigen Gutscheinen.
  • Bernhard Stegmann bedankt sich bei den Elternbeiräten für ihre Dankesworte und für die gute Zusammenarbeit.
  • Ein Bläsertrio umrahmt mit kurzen Stücken die Verabschiedung auf dem Sportplatz.
  • Bernhard Stegmann blickt zurück: In sechs kurzen, dennoch langen Jahren wurde viel angepackt und die Coronakrise in gegenseitigem Vertrauen gut bewältigt.
  • Einen gebührenden Abschied vor großer Kulisse erhielten auch Hans-Joachim Hofmann (Mathematik, Physik) und Peter Raffler (Englisch, Geographie). Beide gingen in den Ruhestand.
  • In der anschließenden Lehrerkonferenz des letzten Schultages wurden zunächst die künftigen Ruheständler verabschiedet.
  • Peter Raffler sinnierte mit eindringlich-heiteren Worten über die Verbundenheit mit St. Stephan.
  • Das kleine „Programmzettelchen“ im Direktorat war der Aufhänger für P. Emmanuels Rede zum Abschied von Bernhard Stegmann: „Laeti discipuli, laetiores magistri, laetissimus rector“ (Fröhliche Schüler, fröhlichere Lehrer, fröhlichster Direktor).
  • Die Gaben der Schulgemeinschaft zum Abschied waren ein Ölgemälde St. Stephans von Schülerhand aus dem Ölmalkurs …
  • … und die Jubiläumsmedaille in Silbe, die nur zu besonderen Anlässen überreicht wird: Bernhard Stegmann wird auch künftig ein „Stephaner“ bleiben.

Sechs Wochen vorher war sein Vorgänger, OStD Bernhard Stegmann, in einer dichten, aber sehr berührenden Feier auf dem Sportplatz der Schule verabschiedet worden. Für rund 20 Minuten waren alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Elternvertreter gekommen, um in coronakonformer Art und Weise zu danken und zurückzublicken.

Sprecher von Personalrat und Elternbeirat dankten mit wohlgesetzten Worten und feinen Geschenken, die pfiffigsten Gedanken und Gaben aber lieferten die Schülerinnen und Schüler, für die Adrian Knöll das Wort ergriff. Seine launige Rede, in der viel Anerkennung und Dankbarkeit mitschwang, sei hier wiedergegeben:

Herr Stegmann trat im Jahr Jahr 2015 in unsere Schulfamilie ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Herr Weighardt noch Farbe im Haar, Herr Bender wurde zuletzt beim Friseur gesehen und Frau Schleusing kam grad erst aus der DDR rüber.

 

Was sich seitdem nicht verändert hat, ist der Titel des stilsichersten und bestgekleideten Lehrers. Sie ahnen es, Herr Stegmann, wir sprechen natürlich von Pater Augustin. Dicht gefolgt von … seinen beiden Mitbrüdern Abt Theodor und Pater Emmanuel. Dies wird sich auch nach Ihrem Wechsel nicht ändern.

 

Sie haben doch wirklich viel mit uns erlebt: den Umbau des Pausenhofs, FfF, Corona, Frau Grabmaier. Besonders durch Corona haben Sie uns als Kapitän manövriert. Immer aktuell informierend, die Freiräume bestens nutzend und Irritationen über Entscheidungen aus München kundgebend. Auch danken wir Ihnen persönlich für ein immer offenes Ohr und die gute Zusammenarbeit.

 

Wir, die Vertreter der Schülerschaft, haben uns lange Gedanken gemacht, was wir Ihnen jetzt schenken möchten, wenn wir Sie schon gehen lassen müssen. Wir entschieden uns für ein Gutscheinheft mit lauter Stationen auf dem Weg von St. Stephan zum Holbein, Ihrer neuen Schule.

 

Direkt bei der ersten Station wird Ihnen bei unserem Ümit, dem Dönerladen an der Ecke, der Döner schwer im Magen liegen. Drei Schritte daneben, bei Salento, verbittert Ihnen vielleicht ein Kaffee Ihren Weggang. Bis zur nächsten Station haben Sie es weiter. Beim Hazel können Sie endlich mal in der Sonne einen Smoothie genießen. Im nächsten Eiscafe, Sorento, wird es Ihnen kalt den Rücken runterlaufen, wenn Ihnen klar wird, wohin Sie wechseln. Beim Goldenen Erker sich noch einmal an einem Crepes stärken. Und für nach dem ersten Schultag an der neuen Schule brauchen Sie bei Caipi vielleicht einen Cocktail.

 

Die gesamte Schülerschaft dankt Ihnen für Ihre Arbeit, wünscht gutes Gelingen an der neuen Schule und Gottes Segen.

Dieser Satz passt für beide Schulleiter, den scheidenden Bernhard Stegmann und den neu beginnenden Alexander Wolf. Darum nun ein herzliches Willkommen an Ihrer neuen Schule!