Absolvia 2018: Die Grenzgänger

  • EIn Tag der Freude war es für die 95 Absolventinnen und Absolventen, die sich dem Abitur 2018 erfolgreich gestellt hatten.
  • Musikalisch gestalten die Abiturienten ihre Feier ganz aus ihren eigenen Reihen: Marina Schepetow spielte Rachmaninow.
  • Stadtrat Max Weinkamm sprach für die Goldene Absolvia und rekapitulerte seine eigene Schulzeit während der „wilden 68er“.
  • Auch das Schulleitungsgespann hatte bei diesem Rückblick und verschiedensten Pointen seinen Spaß.
  • Für den Förderverein des Gymnasiums sprachen in diesem Jahr gleich zwei Vertreter, griffen das Motto des Abiturjahrgangs auf und warben für den Beitritt in den „Club der Scheichs“.
  • Benjamin Carp spielte Maurice Ravels „Tzigane“-Rhapsodie …
  • … begleitet von Johannes Bettac am Flügel.
  • Schulleiter Bernhard Stegmann sprach über die Grenze, die die Schülerinnen und Schüler der Absolvia 2018 an diesem Tag überschreiten: Von der Schulzeit zum Leben danach.
  • Endlich das langersehnte Zeugnis in Händen halten können ...
  • ... darüber freuten sich die Stephanerinnen und Stephaner.
  • Markus Schusters musikalischer Beitrag passte bestens zum Entlasstag: Das Stück von Wolfgang Schlüter heißt „Epilog“.
  • Erleichterung, große Freude und Dankbarkeit spiegelt sich in den Gesichtern der Absolventinnen und Absolventen.
  • Raphael Kremer zeigte an der Gitarre mit Gaspar Sanz’ „Canarios“ lebendiges Spiel.
  • Der Älteste und der Jüngste des Jahrgangs sprachen für die Absolvia 2018 und setzten dankbare, aber vor allem humorvolle Glanzlichter.
  • Der großartige Humor kam auch bei der Lehrerschaft an.
  • EIn feines Buffet erwartete die Feiernden in der Kleinen Aula, wo man nochmals zu Gesprächen, Begegnungen und natürlich Fotos Zeit hatte.

An einer Grenze stehen die 103 Schülerinnen und Schüler, die sich in diesem Jahr erfolgreich den Abiturprüfungen gestellt haben und am 29.6. im Rahmen einer fröhlichen Feier ihr Abiturzeugnis erhielten. Sie stehen nun an der Grenze zwischen dem Leben als Schüler und dem, was danach kommt: „Grenzgänger“ eben.

Über Grenzen und Grenzerfahrungen sprach Schulleiter Bernhard Stegmann und forderte auf, über diesen Begriff gemeinsam nachzudenken. So rekapitulierte er persönliche Erfahrungen beim Überqueren von Ländergrenzen, die es noch vor 20 Jahren auf einer Reise nach Italien zu passieren galt, wo man sich in lange Staus vor dem Schlagbaum einreihen und dem Grenzer seinen Pass vorzeigen musste, immer mit leicht mulmigem Gefühl. Doch er betonte auch, dass Grenzen uns Sicherheit bieten können und unsere Freiheit erst erfahrbar machen. Zusammengefasst – das Ausloten und Definieren der eigenen Grenzen ist für jeden immer wieder neu zu bewerkstelligen und damit eine lebenslange Aufgabe.

In ähnlicher Weise appellierte Stadtrat Max Weinkamm, der für die Goldene Absolvia sprach, an die Schülerinnen und Schüler. Den Bogen ins Jahr 2018 schlug er nach einem kurzen Streifzug durch die „wilden 68er“, die damals mit Studentenprotesten in Deutschland, dem Ende der Rassentrennung in den USA und der für ihn prägenden Erfahrung des neuen Fachs Sozialkunde im Unterricht Grenzen sprengten. Um Grenzen zu überwinden, sei es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, Argumente auszutauschen und so im ständigen Diskurs Lösungen zu finden, Lösungen für „gigantische“ Probleme, die es in der heutigen Welt zu bewältigen gilt: Terror, Klimaschutz, den Erhalt und Ausbau der Europäischen Union sowie das Flüchtlingsproblem, das derzeit das Land spaltet.

„Die Kamele gehen, die Scheichs bleiben.“

Unter dieses Motto – dem Abi-Shirt dieses Jahres abgelauscht – stand die Ansprache des Fördervereins, die Dr. Matthias Kober hielt, Dekan der juristischen Fakultät an der Universität Augsburg, in der er darauf hinwies, dass der Sachaufwandsträger dem Gymnasium des Öfteren seine finanziellen Grenzen aufzeigt. So luden Kober (Abs. 1987) und Johannes Hösle (Abs. 2013) die künftigen Altstephanerinnen und Altstephaner dazu ein, dem „Club der Scheichs“, einer Metapher für den Förderverein, beizutreten und so die Grenzen des Alltags für die Schülerinnen und Schüler durch die finanzielle Unterstützung verschiedener Projekte auszudehnen.

Erstmalig sprach Oberstufenkoordinator Peter Raffler für das Kollegium und legte den Abiturientinnen und Abiturienten nahe, sich im Leben einzubringen, herauszutreten aus der Menge, denn nur so könne man sie in ihren Stärken und Besonderheiten kennenlernen.

Grenzenlose Freude, grandioser Humor und viel Dankbarkeit

Eine persönliche, schulische und vor allem humorvolle Rückschau hielten Joshua Wölfel und Serge Mateso, die für die diesjährige Absolvia sprachen. Da hatte sich ein kluges Gespann zusammengefunden, der Älteste und der Jüngste des Jahrgangs, die nun dankbar auf Erlebtes und Erreichtes zurückblickten, wobei auch Schwierigkeiten und Tiefpunkte aufgegriffen wurden. Doch ihre grandios-humoristische Version des Gymnasiums bei St. Stephan in 20 Jahren begeisterte die Zuhörer und ließ spüren, wie sehr sie sich mit der Schule und den Lehrern verbunden fühlen. Da begegnen sie am Tag der Offenen Tür dem Schulleiter im Apple-Suit, Herrn Ferber, der immer noch den Keller aufräumt, oder Herrn Großhauser, der nur noch seinen Roboter im Star-Wars-T-Shirt zum Unterricht schickt und selbst auf den Malediven weilt.

  • Dieses Jahr erhielt Raphael Hehl den Sozialpreis des Elternbeirats, da er z. B. ein Online-Kartensystem für die Schulkonzerte entwickelte und programmierte und damit die Digitalisierung der Schule kräftig voranbrachte.
  • Für ihr langjähriges Engagement im Schulsanitätsdienst erhielt Celine Becker einen Ehrenpreis.
  • Gleich zwei Preisträger, Maria Gayler und Lukas Gläser, durften sich dieses Jahr über die besten Leistungen im Fach Physik freuen.
  • Viel Applaus erhielten Redner und Musiker für ihre vielseitigen Beiträge, aber natürlich auch die jeweiligen Preisträger.
  • Im Fach Mathematik wurde dieses Jahr mit Antonia Gruber eine junge Dame geehrt.
  • Auch die Ehrennadel für die besten Lateinleistungen wurde vergeben. Sie erhielt Lukas Gläser, der einige Ehrungen für besondere Leistungen auf sich vereinen konnte.

Neugewonnene Freiheit für Eltern

Für die Eltern sprach Jürgen Schulze-Ferebee, der vor allem einen Gedanken in den Mittelpunkt stellte: „Wir sind frei.“ Damit meinte er frei vom nervenaufreibenden Mitfiebern bei Prüfungen, Motivationstiefs und Sprechstundenterminen, die auch Eltern währen der Schulzeit ihrer Kinder immer wieder an ihre Grenzen bringen konnten.

Das Fest endete mit einem Stehempfang im Neubau der Schule, wo es kulinarische Köstlichkeiten von den Müttern der Gesunden Pause gab und reichlich Raum für Begegnungen und Gespräche über die Grenzen hinweg zwischen Schülern, Lehrern und Eltern.