Adventsgedanken vom 18. Dezember

  • Advent – Zeit der Gedanken, die ein Tor ins Licht aufstoßen können

Selbstgespräche

Auf dem Weg zur Hochzeit meiner Cousine in Italien fuhren meine Mutter und ich mit Verwandten des italienischen Bräutigams zusammen in einem Auto. Wir stiegen ein, die Italiener hatten schon Platz genommen.

Doch anstatt uns freundlich zu begrüßen, reden sie auf Italienisch freudig miteinander weiter und lassen uns komplett außer Acht. Meine Mutter versucht höflich ein Gespräch einzuleiten, doch die Mitinsassen blocken sehr schnell ab. Alle können gut Deutsch, trotzdem reden sie nur Italienisch und ignorieren uns komplett.

Ein zweiter Versuch von meiner Mutter und mir, ein Gespräch anzufangen, scheitert ebenso kläglich, worauf wir uns genervt anschauen und schließlich aufgeben. Wir führen ein Gespräch für uns.

Aus diesem Erlebnis habe ich mitgenommen, dass man eine Person, auch wenn man sie nicht kennt, nicht gleich abweist. Aus einer freundlichen Kontaktaufnahme kann sich ein anregendes Gespräch und ein beglückendes Miteinander entwickeln. Wie sonst wäre es meiner Cousine geglückt, einen Italiener kennen und lieben zu lernen?

Entstanden in der Schreibwerkstatt „Adventsgedanken“ der Jahrgangsstufe 10