Auf dem Weg zu mir selbst – reflektierend und kreativ

  • Hier entsteht ein Selbstbildnis im Verfahren der Radierung: Reflexion und kreativer Schaffensprozess finden in diesem Projekt zusammen.
  • Was Schülerinnen und Schülern der 7. Klasse alles durch den Kopf geht”, machen sie in ihren Radierungen sichtbar.

Zu Beginn des Schuljahres setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen im Fach Katholische Religionslehre mit der Sequenz Auf dem Weg zu mir selbst – Herausforderungen im Jugendalter“ auseinander. In diesem Kontext gestalteten sie ihr eigenes ICH-Buch, das ihnen die Möglichkeit bot, persönliche Gedanken und Erlebnisse festzuhalten. Das Besondere daran: Das Buch bleibt eine ganz persönliche Reflexion und wird nicht von anderen gelesen.

Eine zentrale Aufgabe war es u. a., Veränderungen aus den vergangenen Jahren zu notieren. Dabei kennzeichneten die Schülerinnen und Schüler positive Entwicklungen mit einer Farbe, während sie Herausforderungen und belastende Veränderungen mit einer anderen markierten. Dies half ihnen, bewusster wahrzunehmen, wie sie sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln.

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen diente der Reflexion über die eigene Rolle im familiären und sozialen Umfeld. Darüber hinaus lernten die Jugendlichen die Vorstellung der Gottebenbildlichkeit des Menschen kennen und diskutierten, welche Bedeutung diese für die eigene Identitätsbildung haben kann. Fragen wie Wie gestalte ich mein Leben?“, Welche gesellschaftliche Verantwortung trage ich?“ oder Wie stärke ich mein Selbstwertgefühl?“ standen dabei im Fokus.

Passend zu diesen Fragestellungen wurde die Thematik auch in Kunst aufgegriffen.

Im Kunstunterricht der Klasse 7c setzten sich die Schülerinnen und Schüler ebenfalls mit ihrer Identität auseinander – sowohl aus der Eigenperspektive als auch aus der Fremdperspektive. Hierbei kamen sowohl analoge als auch digitale Techniken zum Einsatz.

Zu Beginn erstellten sie mit der Technik der Kaltnadelradierung Werke zum Thema Was alles bei mir los ist“. In einem Kopfprofil bildeten sie Objekte und Sachverhalte aus ihrer eigenen Vorstellungswelt ab, die Elemente aus Wirklichkeit und Fantasie miteinander verbanden.

  • Parallel zu den Radierungen entstehen digitale Selbstbildnisse – alle auf dem Hintergrund von Bildern rund um St. Stephan.
  • Hier zeigt Laura die Facetten ihrer Selbstempfidnungen und Selbstwahrnehmungen, eingepflegt in den Pausenhof von St. Stephan.
  • Auch Severin hat sich und seine Themen rund um das Kletterei von St. Stephan platziert.

Anschließend wurden digitale Selbstbildnisse erstellt, um den Blick auf die eigene Person von außen zu reflektieren. Mithilfe der App Procreate“ auf dem iPad setzten die Jugendlichen verschiedene Aspekte ihrer sich verändernden Lebenswelt künstlerisch um. Diese kreative Auseinandersetzung bot ihnen die Möglichkeit, sich intensiver mit den Herausforderungen des Jugendalters und ihrem eigenen Selbstbild zu befassen.

Durch die Verknüpfung von Religions- und Kunstunterricht entstand ein vielfältiges und tiefgehendes Projekt, das den Schülerinnen und Schülern ermöglichte, sich auf unterschiedlichen Ebenen mit ihrer Identität auseinanderzusetzen. So wurde nicht nur der Prozess der Selbstreflexion angeregt, sondern auch die kreative Ausdrucksfähigkeit gefördert.