Bolzplatz 24/7: Dank Jugendforum geht da was!

  • Das Augsburger Jugendforum 2025 wurde unter anderem bei einem Workshop in St. Stephan vorbereitet: Anna Helwig, die Leiterin der Fachstelle für Jugendpartizipation, (rechts) war mit dabei, als aus Ideen Vorschläge und aus Vorschlägen Abstimmungsentwürfe wurden.
  • Frieda Rothe aus der Q12 (rechts) übernahm beim Jugendforum im Augustanasaal die Aufgabe einer Moderatorin und führte durchs parlamentarische Programm.
  • Joel Dorn aus der Q13 (rechts) schlüpfte beim Forum in die Rolle eines Talkers und interviewte gekonnt Bildungsreferentin Martina Wild und Sozialreferenten Martin Schenkelberg.
  • Der Antrag, Bolzplätze zu 24/​7‑Multifunktionsplätzen weiterzuentwickeln, wird hier gerade vorgetragen: Vor einer Abstimmung müssen Konkretisierungen, Informationen und Lösungsorientierungen für alle sichtbar werden.
  • Der Sketch-Notes-Graphiker skizziert alles mit, was beim Jugendforum präsentiert und debattiert wird …
  • … und liefert damit ein anregendes, übersichtliches und genial nachvollziehbares Protokoll” der gesamten Debatte.
  • Die Jugendforum-Band mit Altstephaner Maximilian Mannel (2. v. links) gab dem Forum Schwung, Stimmung und Atmosphäre.

Macht was, dann geht was!“ – Das ist das Motto des Jugendforums der Stadt Augsburg. Und zum vierten Mal kamen Jugendliche aus ganz Augsburg zusammen, um ihre Ideen vorzustellen, wie die Stadt für sie besser gestaltet werden könnte. Und zum vierten Mal waren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums bei St. Stephan mittendrin: Ob beim Vertreten eines Antrags, wie Helena Engel (Q13), als Moderatorin der Veranstaltung, wie Frieda Rothe (Q12), oder als humorvoll-umsichtiger Interviewer von Bildungsbürgermeisterin Martina Wild und Sozialreferent Martin Schenkelberg, wie Joel Dorn (Q13).

Im Evangelischen Forum Annahof trafen sich die gewählten Delegierten aus ganz Augsburg: Sie hatten an Workshops in örtlichen Schulen oder Jugendzentren teilgenommen, die unter Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familie (AKJF) der Stadt Augsburg, in Kooperation mit dem Stadtjugendring, dem Studiengang Soziale Arbeit der Technischen Hochschule Augsburg (Prof. Dr. Barbara Rink) und dem sozialpädagogischen Institut Augsburg sia, stehen. Auch am Gymnasium bei St. Stephan fand heuer zum ersten Mal gemeinsam mit der nahe gelegenen Agnes-Bernauer-Realschule solch ein Workshop statt.

  • Die fünf Vertreter von St. Stephan waren (von links) Mara, Frieda (Moderation), Josefine, Helena (Antragstellerin bei den 24/​7‑Bolzplätzen) und Joel (Interview-Talker): Gerade auch bei demokratischen Prozessen gilt ja Macht was, dann geht was!”

Die Mitglieder der AG Jugendpartizipation erarbeiteten im Oktober gemeinsam mit den Schülerinnen der Agnes-Bernauer-Realschule ihren Vorschlag fürs Jugendforum: Bolzplätze bzw. Multifunktionsplätze für Jugendliche als mögliche öffentliche Treffpunkte und 24/​7‑Plätze attraktiver zu gestalten. Dazu gehöre, die Flutlichtanlagen länger anzulassen, Sportboxen mit ausleihbaren Spielgeräten zur Verfügung zu stellen, möglicherweise WLAN-Hotspots und Lademöglichkeiten für Smartphones einzurichten. Helena Engel (Q13) vom Gymnasium bei St. Stephan wurde als Delegierte für dieses Projekt gewählt. Mit lustigen Filmen warb diese Gruppe auf der Delegiertenversammlung des Jugendforums für dieses Projekt – mit Erfolg!

Als einer von drei Anträgen (Augsburg für Frauen sicherer gestalten und eine Browser-App mit gesammelten Preisnachlässen für Kinder und Jugendlichen gestalten) wurde der Multifunktionsplatz-Antrag zur Realisierung gewählt. Unter anderem Petra Keller, die Leiterin des Sport- und Bäderamtes der Stadt Augsburg, sowie Anette Vedder, die Leiterin des Amt für Grünordnung, Jasmin Nimar vom AKJF und die Städträtin Marie Rechthaler (Die Grünen) sowie Stadtrat Serdar Akin (Die Grünen) haben sich als Patinnen und Paten für dieses Projekt gemeldet und werden die Jugendlichen nun auf städtischer Seite begleiten, um es zu realisieren.

Oberbürgermeisterin Eva Weber lobte das Jugendforum in ihren Begrüßungsworten als das tollste Jugendprojekt, das wir hier in der Stadt Augsburg haben.“ Warum? Weil Jugendliche hier mitquatschen” und in Zusammenarbeit mit der städtischen Verwaltung Wirksamkeit haben“ können. Demokratie“, so Weber, fängt hier an, bei Augsburgern und Augsburgerinnen, die sich einbringen.“ Sozialreferent Martin Schenkelberg stieß ins selbe Horn, wenn er im Couch-Interview mit Joel Dorn (Q13) und Bildungsbürgermeisterin Martina Wild an die Jugendlichen der Stadt Augsburg appellierte: Ihr sollt sagen, was Sache ist! Und eure Meinungen und eure Emotion einbringen!“

Gefragt von Joel Dorn nach einer ihrer wichtigsten Erinnerungen an ihre Heimatstadt Augsburg zu ihrer Jugendzeit meinte Martina Wild ebenso: Die eigene Stadt gestalten zu können, mit Konzert-Festivals, ob am Rathausplatz (X‑Large) oder als Studentin an der Universität, das habe sie beeindruckt. Deshalb sei einer der wichtigsten Sätze auch für sie: Macht was, dann geht was!“