Deutschlands Sicherheit – auf einen Blick

  • Jugendoffizier Hauptmann Fabian von Skrbensky sprach vor der Q12 über aktuelle sicherheitspolitische Themen und stellte sich den Fragen der jungen Erwachsenen.

„In einer immer komplizierter werdenden Welt …“ All jenen, die täglich Politik und Nachrichten verfolgen, ist diese Phrase wohl bisweilen nicht erspart geblieben. Die Schwierigkeiten in der NATO als Verteidigungsbündnis, die Komplexität der Fragen internationaler Militäreinsätze und vieles weitere mehr erfordern ein hohes Maß an Verständnis, um diese schwierigen Themen durchdringen zu können. Um Grundlagen hierfür zu legen und Deutschlands Rolle in der Welt gerade in Bezug auf die Tätigkeiten der Bundeswehr den Schülerinnen und Schülern der Q12 näherzubringen, war am Montag, den 13.12.2021 ein Jugendoffizier der Bundeswehr zu einem 90-minütigen Vortrag an unsere Schule geladen.

Hauptmann Fabian von Skrbensky begann seine Präsentation zunächst mit einigen Worten über seine Person und seinen beruflichen Hintergrund bei der Bundeswehr. Anschließend stieg die Gruppe direkt ins eigentliche Thema ein: Anhand von unterschiedlichen Bildern sollten die Schülerinnen und Schüler zuweisen, um welche Gefahren für die Sicherheit und den Frieden in der Welt es sich handle. Dabei wurden nicht nur die zu erwartenden Kriegssituationen oder zusammenbrechenden Staaten, sondern auch Bedrohungen äußerer Art wie etwa Naturkatastrophen oder – derzeit allgegenwärtig – Pandemien in den Blick genommen. Als besonders interessant erwies sich dabei, dass Hauptmann von Skrbensky aufzeigen konnte, dass in Deutschland präzise formulierte Beschreibungen zur Reaktion auf diverse Gefahren bei den Behörden vorliegen und so etwa die Jahre vor der Corona-Pandemie angefertigten Aussagen offizieller Unterlagen passgenau die Situation im Februar und März 2020 beschrieben.

Wie also nun auf diese vielfältigen Gefahren aus dem In- und Ausland reagieren? Zunächst benannte die Gruppe die Institutionen im Land selbst, die unterschiedlichen Ministerien, die in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr die Sicherheit des Landes gewährleisten sollen. Dann aber wurde der Blick geweitet und die internationalen Zusammenschlüsse benannt, in denen Deutschland als Mitglied partizipiert. Angefangen von der NATO und der UN, bis hin zur den meisten Schülerinnen und Schülern doch noch recht unbekannten, aber für die Stabilität in Europa ungemein wichtigen OECD, wurden die reichhaltigen Kooperationen transnationaler Art zusammengetragen. Dies alles geschah immer unter zahlreichen Fragen aus dem gebannt folgenden Publikum.

Der letzte Teil des Vortrags schließlich sollte die Frage beantworten, wie genau nun die Bundeswehr in der Praxis tätig werde. Dabei wurde erst einmal klar, an wie vielen Stellen auf der gesamten Welt die deutschen Streitkräfte auf ganz unterschiedliche Arten den Frieden zu sichern versuchen. Angefangen beim Schutz für die baltischen Staaten an ihrer Grenze zu Russland, über die Tätigkeiten im Mittelmeer aufgrund der Flüchtlingsströme, bis hin zum Kampf gegen den Terror im westafrikanischen Mali, ist die Bundeswehr über ein dutzend Mal rund um den Globus stationiert. Fabian von Skrbensky erläuterte hierzu, auf welchen Wegen hier Hilfe geleistet werde und was man sich von diesen Einsätzen konkret für die Zukunft der betroffenen Regionen erhoffe.

Schon die Anzahl der gestellten Fragen der Oberstufenschüler zeigte dabei über die gesamten anderthalb Stunden hinweg das gewaltige Interesse an den komplexen weltpolitischen Prozessen und lieferte sicherlich auch noch Stoff für angeregte Debatten untereinander.