Die Leuchterblume blüht!

  • Die Leuchterblume (Ceropegia sandersonii) blüht derzeit im Sukkulentenbeet auf der Verwaltungsebene: Ursprünglich ist sie im südlichen Afrika beheimatet.
  • Die Blüten, die auch „Fallschirme“ genannt werden, entwickeln sich an mehrere Meter langen, kahlen und unscheinbaren Stängeln, die windend-kletternd in die Höhe wachsen.

In unserem Sukkulentenbeet vor dem Direktorat kann man zur Zeit, neben Orchideen und Tillandsien (eine Verwandte der Ananaspflanze), eine zwar nicht so auffällige, aber dennoch sehr spektakuläre Pflanze blühen sehen: Die Leuchterblume.

Die Leuchterblume (botanisch Ceropegia sandersonii) ist eine Kletterpflanze mit fleischig verdickten Blättern und Stängel, die der Wasserspeicherung dienen. Dadurch übersteht die Pflanze auch längere Dürreperioden. Spektakulär ist jedoch die Blüte des Gewächses. Sie hat eine sehr auffällige, an eine Laterne erinnernde Form, daher der Name „Leuchterblume“.

Die Blüte besitzt einen ausgeklügelten Bestäubungsmechanismus: Angelockt durch einen unwiderstehlichen Geruch, kriechen kleine Fliegen in die trichterförmige Blüte bis zum aufgeblähten Blütengrund. Hier werden die Fliegen für eine kurze Zeit gefangen gehalten, da ihr Rückweg durch nach unten gerichteten Härchen versperrt ist. Der Mechanismus erinnert an eine Reuse zum Fische Fangen.

Nachdem die weibliche Blüte durch Pollenpakete, die von den Fliegen aus einer vorangegangenen Gefangenschaft mitgebracht werden, bestäubt wurden, verkümmern die „Reusen-Härchen“. Die Fliegen sind wieder frei. Beim Verlassen müssen die Fliegen am Pollen vorbei, den sie bereitwillig, als hätten sie nichts dazugelernt, zur nächsten Blüte der Leuchterblume tragen.