Dublin – eine Studienfahrt in acht irischen Liedern
Die ersten Tage des neuen Schuljahres sind stets auch die Tage, wenn die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs zu den Studienfahrten aufbrechen. 20 Schülerinnen und Schüler der Q13 machten sich unter der Leitung von Martina Wiegner und Ingo Weighardt auf zur Grünen Insel.
Margo O’Donnell – The Green Fields of Ireland
Vom Flughafen München aus ging es mit der St. Sourney (die irische Aer Linghus benennt ihre Flugzeuge stets nach irischen Heiligen) problemlos nach Dublin Airport.
Nachdem wir erfreulich schnell unser Gepäck erhalten haben, ging es mit dem Flughafenbus direkt in die Innenstadt, um dort in unsere Unterkunft einzuchecken.
Ein erster Stadtrundgang führte anschließend schon einmal zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie der O’Connell Bridge, dem Trinity College nach Temple Bar oder auch dem Park St. Stephen’s Green.
The Pogues – Thousands are sailing
Bei einem Besuch in Dublin darf auch eine Erinnerung an die große irische Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts nicht fehlen. Viele Iren waren gezwungen, das Land zu verlassen. Dies geschah meist auf sog. coffin ships, auf denen viele Auswanderungswillige die Reise in ein anderes Land nicht überlebt hatten.
Als Gruppe konnten wir einen Nachbau der Jeanie Johnston besichtigen (das einzige Auswanderungsschiff, auf dem es keinen einzigen Todesfall zu beklagen gab) sowie das EPIC (Auswanderungsmuseum) erkunden.
The Dubliners – Whisky in the jar
Die Besichtigung der Teeling Destillery hat wohl allen viel Spaß gemacht. Nicht nur, dass die Stephaner – sofern sie bereits volljährig waren – die Brennereiprodukte probieren durften, man erfuhr in einer guten englischsprachigen Führung auch, dass bis ins 19. Jahrhundert knapp 60% der Weltwhiskyproduktion aus Dublin stammte.
Teeling wirbt mit einem Phönix, der aus einer Brennblase (Pot Still) aufsteigt. Auf Grund der Ähnlichkeit zu unserem Schullogo wurden auch ganz offiziell mit Erlaubnis ein Aufkleber des Stephanerphoenixes in der Brennerei angebracht.
Hozier – Take me to church
Kaum zu glauben, dass Dublin als größte Stadt des immer noch sehr katholisch geprägten Irlands keine katholische Kathedrale hat. Also besuchten wir kurzerhand die protestantische St. Patrick’s Cathedral zum Evensong, einem stimmungsvollen, musikalischen Abendgebet mit Schwerpunkt auf Chorgesang.
U2 – Beautiful Day
Wenn man ein Geburtstagkind dabeihat, dann liegt es doch nahe, dass dies auch gebührend gefeiert wird. So konnten wir das Geburtstagskind zum Anlass seiner Volljährigkeit im Hard Rock Café Dublin hochleben lassen und er sich über so manche Extraschmankerl freuen.
The Wolfe Tones – Glendalough
Ein herausragendes Highlight war der Ausflug zur ältesten Klosterruine Irlands (wo so manch einer der Stephaner sein Glück beim Fischen versucht hat) Glendalough. Diese Ruine lädt quasi dazu ein, sie nicht nur als sog. lost place zu bewundern, sondern auch um sie nachzuzeichnen.
Über die verträumten Wicklow Mountains ging es im Anschluss an die durch ihre Brauerei auch in Deutschland bekannte Kleinstadt Kilkenny.
The Dublin City Ramblers – 50 years ago
An unserem letzten Tag in Dublin war schon am frühen Nachmittag größeres Gedränge vor dem Bewley’s Oriental Café in der Grafton Street. Dort sollte am frühen Abend die Rockband U2 ein spontanes Gratiskonzert anlässlich ihres 50-jährigen Bandjubiläums geben. Lustigerweise war unsere Unterkunft nur eine Straße weiter (maximal zwei Minuten Fußmarsch) und so kamen einige unserer Gruppe in den Genuss, Songs wie „With or without you“, „I still haven’t found what I’m looking for“ oder „I will follow“ kostenfrei in einem etwa einstündigen Livekonzert zu hören.
Sinead O’Connor – Nothing compares to you
Nichts, wirklich gar nichts, ist mit euch Schülerinnen und Schüler zu vergleichen, die bei dieser Fahrt dabei gewesen sind. Jederzeit herrschte eine freundliche und unvergleichbare harmonische Gruppendynamik und dies hat genau dazu beigetragen, dass alles so klappte, wie es sollte, und dass hoffentlich alle Beteiligten Lust darauf haben, irgendwann, am liebsten möglichst bald, wieder auf diese wunderbare Insel zu fahren. Vielleicht wart auch ihr der Grund, weshalb wir – völlig untypisch für Irland – keinen einzigen Tag Regen hatten. Go raibh míle maith agat. Sláinte mhór chugaibh! (Thank you very much. Cheers to you!)