„Ein Biotop, ein Kleinod, eine Oase“

  • Die Arbeit im Schulgarten ist ganz handfest und praktisch – und sie macht Spaß: Die Umwelt-AG stellt verschiedene Nistkästen für für Blaumeise, Kohlmeise und Zaunkönig auf.
  • Stolz stellt sich das Team mit Impulsgeber und Mentor Hartmuth Geck von der Universität Augsburg zum Gruppenfoto zusammen – gleich geht’s an die Arbeit.

Mit diesen Worten beschreibt Dozent Hartmuth Geck von der Universität Augsburg das ehemalige Hausmeistergärtchen, das als Schulgarten von der Umwelt-AG gestaltet werden darf. Herr Geck ist im Bereich der Lehrerausbildung tätig und engagiert sich unter anderem für die Vermittlung von Artenschutz an Schulen. Bei einer Begehung vor den Faschingsferien stellten er sowie die Schülerinnen fest, dass sich aus dem Gärtchen ein Vogel- und Insektenparadies machen lässt. Neben dem Tagpfauenauge entdeckten wir schon beim kurzen Ausflug in den Garten auch Wildbienen und einige Vögel.

Am 17. März begannen wir dann am Nachmittag mit den Arbeiten in unserem Garten. Wir schnitten insektenfreundliche Büsche wie beispielsweise die Heckenrosen etwas zurück, damit sie sich im nahenden Frühjahr wieder schön entfalten können und dennoch Fläche für weitere Blühpflanzen frei wird. Buchsbäume, die in Mitteleuropa nicht heimisch sind und von Insekten und Vögeln kaum genutzt werden können, wurden entfernt. Der Eingang zum Garten wurde ordentlich freigeschnitten, sodass der Weg zum einfachen Gärtnern frei wurde.

Herr Geck brachte auch Nistkästen mit. Zusammen mit weiteren Nistkästen, die Schülerinnen mitbrachten, schlugen wir Pfähle in den Boden, um hoch oben Brutmöglichkeiten mit Einfluglöchern verschiedener Größen für Blaumeise, Kohlmeise und Zaunkönig anzubieten.

Im Weiteren soll ein Teil des Bodens umgegraben werden, um statt Moos und Gras Saatgut für insektenfreundliche Blühpflanzen auszubringen. Außerdem wird noch eine Birke gepflanzt und Futterplätze für Vögel aufgestellt. Sommerfütterungen waren früher unüblich. Aufgrund des großen Mangels an Insekten, fällt es Vögeln aber schwer genug Nahrung für sich und ihren Nachwuchs zu finden. Daher ist es inzwischen üblich, auch in wärmeren Jahreszeiten zuzufüttern.

Um weitere Inspirationen und Informationen über nachhaltiges Gärtnern zu erhalten, wurde die Umwelt AG auch an die Universität eingeladen, um dort den Insektenhang anzuschauen. Die Gestaltung unseres Schulgartens ist Teil des Projekts „Wirkstatt Nachhaltigkeit“, an dem die Umwelt-AG in diesem Schuljahr teilnimmt.

  • Die Umwelt-AG unter Federführung von Biologielehrerin Ann-Kathrin Lippold hat echten Schwung ins „Schulgärtlein“ von St. Stephan gebracht: Das Nistkastenangebot wird seine Wirkung entfalten!

Wir sind schon sehr gespannt, wie sich unser kleines Paradies neben dem Pausenhof im Laufe des Frühjahrs entwickelt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hartmuth Geck für seine großartige Unterstützung und Anleitung.