Energiewende modellhaft erleben

  • Energiegewinnung aus Wasserkraft: Eine der Stationen bei „Forschen und Experimentieren für die Energiewende“
  • Was man von einer Weihnachtspyramide lernen kann …
  • An dieser Lernstation geht es um Grundlagen der Solarenergie.
  • Chemielehrerin Sarah Eckstein besuchte mit ihrer Klasse auch den Stationenpfad „Forschen und Experimentieren für die Energiewende“ der Stadtwerke Augsburg.
  • Mit detaillierten Arbeitsmaterialien werden die jungen „Energieforscher“ an den Lernstationen angeleitet.

Die Energiewende, das bedeutet die effiziente Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien, ist ohne jeden Zweifel einer der wichtigsten Bausteine, um die Klimakrise zu meistern. Die Stadtwerke Augsburg, als großer Energieversorger der Region, stellen zu immer größeren Teilen auf Wind-, Solar- und Wasserkraft um und wollen auch Schülerinnen und Schülern das Konzept der Energiewende in Deutschland näher bringen.

Dazu besuchte die Klasse 9c in Begleitung von Frau Hoffmann und Herrn Dr. Weber am Montag, den 15. Juli 2019, das Firmengebäude der Stadtwerke nahe des Domes. In einem Vortragssaal nahmen die Schülerinnen und Schüler in der Mitte Platz, umgeben von zuerst kompliziert, jedoch höchst spannend anmutenden Stationen. Zunächst erfolgte eine knappe Einführung zum Thema Energiewende in Deutschland: Wie viel Prozent des Stroms wird von klimaneutralen Kraftwerken produziert? Wie sieht es in Bayern aus? Warum ist es so wichtig, jetzt umzusteigen? Interessante Fakten und Daten, die vielfach auch gleich zu intensiven Gesprächen und Diskussionen über das Mögliche und Sinnvolle anregten.

Danach ging es an die Stationen. In Gruppen zu zwei oder drei Personen eingeteilt, bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler nacheinander je drei der sechs Stationen, die sich mit unterschiedlichen Konzepten im Feld der erneuerbaren Energien befassten. So wurden meist zunächst der Aufbau und die Bestandteile der als Modell aufgebauten Kraftwerke, die im Kleinen tatsächlich auch funktionstüchtig waren, erarbeitet, bevor mit Experimenten begonnen werden konnte. Man durfte etwa die Profilarten von Flügeln an Windkraftanlagen, die Funktion des Generators in einem Wasserkraftwerk oder auch die Auswirkung von Wolkenbildung auf die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen austesten. Die Ergebnisse wurden in einer bereitgestellten Aufgabenmappe zusammengefasst, sodass jeder auch ein handfestes Schriftstück mit nach Hause nehmen konnte.

Nach mehr als einer Stunde intensiven Arbeitens stärkte sich die Klasse mit Getränken, selbstverständlich bestes Augsburger Trinkwasser. Danach kamen sie nochmals zu einer gemeinsamen Schlussrunde zusammen, in der das neu Erlernte gesammelt und gebündelt wurde. Auch Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Kraftwerkarten, die man im Laufe der Arbeit herausgefunden hatte, wurden verglichen, ausgewertet und in den Kontext gesetzt.

Insgesamt hatten es die gerade einmal knapp zweieinhalb Stunden interessierten Arbeitens und vor allen Dingen Ausprobierens aber auf jeden Fall in sich. Das neu kennengelernte Wissen, das auf sehr anschauliche Weise nähergebracht worden war, ist auf jeden Fall dazu nützlich, einen anderen oder vielleicht auch tieferen Blick in das große Thema klimaneutrale Energieversorgung in Deutschland zu werfen.

Diesen Einblick durften auch die Klassen 10c in Begleitung von Frau Hoffmann und Frau Eckstein am Dienstag, den 16. Juli 2019 sowie die Klassen 8a und 8c in Begleitung von Herrn Weber und Frau Hoffmann am Mittwoch, den 17. Juli 2019 teilen.