Feine Bläsermusik auf hohem Niveau

  • Gekonntes Zusammenspiel von Blech- und Holzbläsern prägt den Klang des Bläserorchesters, das 2018 eine starke Ensembleleistung bei seinem Frühlingskonzert hören ließ.
  • Blick ins Klarinettenregister beim Frühlingskonzert im Kleinen Goldenen Saal
  • Vincent Schmid am Tenorhorn zeigte bei der „Paraphrase on an Irish Song“ sein solistisches Können.
  • Das Klarinettentrio mit Lena Schuster, Jakob Kade und Raphael Schuster bot Beethoven …
  • … und das Saxophonquintett – aus der Klasse Willi Nuszbaum – brachte schmissige, gut abgestimmte Nummern aufs Podium
  • Der Klangkörper in seiner Zusammenstellung 2018: Fünf weit entwickelte Spieler der Q12 gaben dabei ihr letztes Konzert …
  • … und überraschten Dirigent Anton Rast mit nährstoffreichen Getränken zum Abschied.

Feine Bläsermusik und einen Rundum-Blick durch die Stile für Bläserensemble bot das Blasorchester von St. Stephan unter der Leitung von Anton Rast beim Frühjahrskonzert 2018 im Kleinen Goldenen Saal. In drei großen Blöcken – symphonische Kompositionen, Trio und Quintett der Rohrblattinstrumente und Filmmedleys – zeigten die Bläser ihr Können und überzeugten in diesem Jahr besonders durch gefühlvolles wie dynamisches Spiel.

Die ruhige „Pavane in blue“ eröffnete den Abend, gefolgt vom bewegten „Walzer Nr. 2“ von Dimitri Shostakovich. Den symphonischen Teil rundete schließlich die „Paraphrase on an Irish Song“ von Hugo de Groot ab, in der Vincent Schmid als Solist am Tenorhorn großes Können und Einfühlungsvermögen zeigte.

Die Bläserklassen von Instrumentallehrer Willi Nuszbaum traten als Klarinettentrio auf mit einem Beethoven-Allegro und als Saxophon-Quintett mit „Spiritual Contrasts“ und „Lazy coconut tree“. In beiden Formationen war differenziertes Spiel, facettenreiche Tonbildung und dynamisches Zusammenspiel zu erleben.

Zum Schluss gab es dann einen Medley-Reigen durch große Filmmusik-Partituren: Dem klassischen „Pink Panther“ zu Beginn folgte die veritable Neueinstudierung von „The Lions King“, die wundervoll gelang und die reiche Vielfalt des Klangkörpers überzeugend zum Tragen brachte. „Harry Potter“ und „Pirates of the Caribbean“, die zum Repertoire des Bläserorchesters gehören, rundeten diesen wirklich mitreißenden Block ab.

Was dann noch fehlte? Traditionelle Blasmusik bot Anton Rast, der gewohnt gelassen seinen Klangkörper leitete, als Zugabe mit dem schmissigen „Bozener Bergsteigermarsch“. Und die Abiturienten des Ensembles, unter ihnen eine Reihe sehr starker und bläsertechnisch weit entwickelter Spieler, sagten auf herzlich-hintersinnige Weise Danke für viele gemeinsame Jahre des Musizierens. Großer Applaus nach mitreißenden und erfüllenden 75 Minuten!