Frisch geschlüpft

  • Bei der Durchleuchtung mit der Schierlampe können die Schülerinnen und Schüler sehen, ob das Ei befruchtet ist und sich Leben entwickelt.
  • Mit dem Durchleuchtungsgerät, der sogenannten Schierlampe, sieht man in das befruchtete Ei hinein, wo sich bereits Spuren organischen Lebens abzeichnen.
  • Der Brutkasten wird kurz geöffnet, damit die Schülerinnen und Schüler erfahren können, ob ihr Ei zu den befruchteten gehört.
  • So sieht der Inkubator verschlossen aus: Das Halten der Eier in der Wärme ist unerlässlich, damit nach 21 Tagen die Küken schlüpfen können.
  • Unter Wärmelampen kamen alle geschlüpften Küken zusammen, ehe sie dann gemeinsam auf den Hühnerhof gebracht wurden, wo sie liebevoll aufgezogen werden.
  • Von einem Hühnerhof in der Region, auf dem verschiedene Hühnerrassen leben, stammen die befruchteten Eier, die kurz vor den Osterferien schlüpften.

Ist heute noch eines geschlüpft? – So begann in der Woche vor den Osterferien für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c jeder Schultag. Der Grund: Die Klasse war Teil eines Küken-Projekts. Aber alles der Reihe nach …

Drei Wochen zuvor, während im Unterricht das Thema „Vögel“ besprochen wurde, wurden bereits 47 befruchtete Hühnereier bei wohlig warmen 37,8° C in einen Inkubator gegeben. Als dann der Aufbau des Hühnereis an die Reihe kam, lernten die Kinder am realen Objekt, wie die Entwicklung eines Kükens im Ei verläuft. Dabei konnten sie, dank Schierlampe, die einzelnen Entwicklungsstadien im Ei live mitverfolgen.

Nach insgesamt 21 Tagen war es dann soweit. Stall, Futter und Wärmelampe waren von den Kindern installiert worden und der erste langersehnte Piepser war zu hören. Ein erstes Küken hatte sich am Dienstag in der 6. Stunde mit Hilfe des Eizahns durch die Kalkschale gekämpft. In den folgenden Stunden sollten 19 weitere Küken folgen. Die in Käfig- und Kükendienst eingeteilten Schülergruppen kümmerten sich absolut verantwortungsvoll und selbstständig um die Tiere. Jung und Alt wurden von den Küken, die kurz nach dem Schlüpfen bereits flügge sind, angezogen.

Lehrerin und Schülerschaft gingen den Aussagen „Es sind ja gar nicht alle Küken gelb!“ oder „Warum haben die Eier unterschiedliche Farben?“ gemeinsam auf den Grund. Auch ethische Themen zum Thema Schlupfrate, Entwicklung eines Jungtiers, Aufzucht der männlichen Küken, Wirtschaftlichkeit sowie Anspruch der Gesellschaft wurden gemeinsam thematisiert.

Am Donnerstag fand eine „Küken-Stunde“ statt, in der einige Schüler aus anderen Klassen, die bisher noch keine Zeit gefunden hatten vorbeizuschauen, den Schülerinnen der 6c bei einem kleinen Vortrag lauschen konnten, während sie die flauschige Ostersensation begutachten konnten.

Am Freitag zogen die kleinen Bewohner aus und wurden zum Hof zurückgebracht. Dieser zieht alle Küken liebevoll auf.