Glamourös bis nachhaltig – tolle P-Seminarleistungen

  • Die App „Audio guide to Augsburg“ wird gleich von Lehrern, Eltern und Mitschülern ausprobiert.
  • Lieblingsorte, Ruheoasen, Geheimtipps und natürlich klassische Sehenswürdigkeiten – das alles gibt es im „Audio guide to Augsburg“ zu entdecken.
  • Mit Augsburg als Fahrradstadt beschäftigte sich das Deutsch-Seminar in seiner Artikel-Serien für die Augsburger Allgemeine Zeitung.
  • Ihre Reportagen und v.a. der lange, arbeitsreiche Weg zum fertigen Produkt konnte hier in der „Zeitungs-Schnecke“ nachvollzogen werden.
  • Stolz dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des P-Seminars Biologie auf ihren Flyer, die Schautafeln und die Website zum Lehrpfad „Erneuerbare Energien“ sein.
  • Lehrer, Eltern und Mitschüler informieren sich auf den Schautafeln über Formen nachhaltiger, erneuerbarer Energien in Augsburg.
  • Um Nachhaltigkeit, Fairness und ethisches Handeln ging es auch im Kodex des Ethik-Seminars.

Eigene Interessen und Neigungen kennenlernen, Werte vermitteln, Handlungs- und Sozialkompetenz fördern, Methodenkompetenz schulen – das alles sind Inhalte, um die sich das sogenanntes Projekt-Seminar kümmern soll. In dieser Reihung klingt das durchaus kompliziert und abstrakt, aber die jährliche Abschlussveranstaltung „Projekte ans Licht“, bei der die Schülerinnen und Schüler zeigen, wie sie oben Genanntes in die Tat umgesetzt haben, ist auch in diesem Schuljahr wieder mehr als konkret. Viele Seminare setzten sich heuer mit der eigenen Heimat, der Stadt Augsburg auseinander – und zwar auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Augsburg aus verschiedenen Blickwinkeln

So ist unter dem Leitfach Englisch ein „Audio Guide to Augsburg“ entstanden. Dieser gibt Informationen zu „klassischen“ Sehenswürdigkeiten, nennt aber auch Lieblingsorte der Schülerinnen und Schüler wie z. B. das Weiße Lamm oder rückt Erholungs- und Ruheoasen mitten in der Stadt in den Fokus. Aufbereitet mit eigenen Bildern und Informationstexten in Deutsch und Englisch bietet diese selbstkonzipierte App vieles, das auch für eingefleischte Augsburger neu und interessant ist. Das Deutsch-Seminar dagegen näherte sich Augsburg von ganz anderer Seite – nämlich mit dem Fahrrad. Hier wurde eine achtteilige Artikelserie für die Augsburger Allgemeine Zeitung verfasst, in der Augsburg und seine Fahrradfahrer im Mittelpunkt stehen. Dafür wurden z. B. Interviews mit Verantwortlichen der Stadt, mit Fahrraddesignern oder passionierten Radlern geführt, Fakten recherchiert und grundlegende journalistische Schreibtechniken erlernt. Augsburg als grüne Stadt nahm wiederum das Biologie-Seminar in den Blick und kreierte selbstständig einen Lehrpfad zum Thema „Erneuerbare Energien in Augsburg“. Diese fünf beeindruckenden Schautafeln zu Wind-, Wasser-, Solar- und Bioenergie sowie Erneuerbaren Energien allgemein sind derzeit auf Wanderschaft in verschiedenen Institutionen und werden letztlich ihren festen Platz im Botanischen Garten erhalten. Ebenfalls um Nachhaltigkeit und ethisches Wirtschaften in einer oft zu sehr von Gewinnstreben geprägten Zeit ging es im Ethik-Seminar, das einen fairen Handlungskodex für Existenzgründer erarbeitete. „Wir wollen zeigen, dass keiner auf der Strecke bleiben muss, um Gewinne zu erzielen“, betonten die Schülerinnen und Schüler.

Lernhilfen für Latein, Mathe und Physik

Als „echt schwere“ Kost gelten gemeinhin die Fächer Latein, Mathematik und Physik. Wie wird z. B. ein lateinischer AcI sinnvoll aufgelöst oder welche vier Wirkungen hat elektrischer Strom? Diesen und vielen weiteren „Grundwissensthemen“ haben sich die Schülerinnen und Schüler in diesen beiden Fächern gewidmet und Erklärvideos für den Lateinunterricht der Unterstufe entwickelt sowie witzige Spots zum physikalischen Grundwissen kreiert, wie z. B. die „Ballade der Atome“. Drehbuch, Regie, Kamera, Texte, Lieder und Location – alles lag in Schülerhand, wurde eigenständig geplant und umgesetzt. Wer soll da in der nächsten Schulaufgabe noch schlecht abschneiden, wenn man sich das Grundwissen so einfach aneignen kann? Anschauen und sogar anfassen kann man auch die Objekte, die im Mathematik-Seminar „Mathe auf dem Pausenhof“ gefertigt wurden. Diese kunstvollen Objekte, wie z. B. die „Platonischen Körper“, die im eigenen Keller von einem Schüler geschweißt wurden, sind in einer Ausstellung seit längerem im Haus zu sehen und vermitteln mathematische Grundprinzipien auf höchst anschauliche und ästhetische Weise.

Glanzpunkt des Abends: „From trash to glam“

Ganz klar den Glamour-Faktor des Abends lieferte das Kunst-Seminar mit seinem üppig dekorierten Show-Room, in dem selbst designte Outfits den Besuchern den Atem raubten. Neben Miniröcken aus Logo-Plastiktüten, Tops aus alten Fahrradreifen oder mit Muscheln besetzten Korsagen fand man auch selbst entworfene Hängekleidchen, Jeansjacken oder Wendemützen. Und das alles aus alten Materialien, die statt im Müll auf der großen Modebühne landeten. Natürlich fehlt auch das obligatorische Brautkleid – der Höhepunkt jeder Fashion-Show – nicht. Besonders beeindruckend und ein echter Besuchermagnet waren die entstandenen Portfolios der Schülerinnen und Schüler, die mit Stoffmustern, Farbstudien und eigenen Skizzen die Entstehung der ausgestellten Modelle dokumentierten.

  • Großartige, detailreiche und mit viel Mühe angefertigte Portfolios aus dem P-Seminar „From trash to glam“
  • Unter erheblichem Arbeitseinsatz wurden alle Einzelteile dieser platonischen Körper (und allein beim Ikosaeder sind das 20 Stück!) aus Metall ausgesägt und zusammengeschweißt.
  • In harmonischer Gruppenarbeit bauten Katharina, Mirjam und Jasmin dieses harmonische Mobile und mussten dabei feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, die Holzstäbe ins Gleichgewicht zu bringen.
  • Mit diesem Sierpinski-Tetraeder erhält man einen winzigen Einblick in die große Welt der Fraktale.
  • Stolz auf die eigene Kreation – die beiden haben mit dem Brautkleid das Herzstück der Modenschau entworfen.
  • Die witzigen Spots des P-Seminars Physik lockten ebenfalls ein breites Publikum an.
  • Wie hilft Musik, Physik besser zu verstehen? Damit experimentierte das P-Seminar „Physik macht die Musik“.
  • Glamour, üppiges Dekor und stimmungsvolle Lichteffekte setzen den Show-Room des Kunst-Seminars zum Thema Mode in Szene: Hier wurde aus „trash“ eindeutig „glam“.

Wer an diesem Abend nach der Kurzpräsentation aller Seminare in der Kleinen Aula durch die Gänge des Neubaus flanierte, konnte sich des Eindrucks nicht erwehren: Was hier ans Licht gehoben wurde, war beeindruckend, vielseitig und kreativ – wie ein Projekt-Seminar eben sein soll.