„Goodbye Schnuckies!“

  • Blumen und einen (natürlich in der Lieblingsfarbe Pink gehaltenen) Präsentkorb gab es von der Schulleitung zum Abschied von Schulsekretärin Angelika „Geli“ Seiler.
  • Der Abschied von „ihren“ Schülerinnen und Schülern fiel Geli Seiler schwer.
  • Ganz Corona-konform fand der kleine Festakt vor dem Sekretariat statt.
  • Der Personalrat überreicht der Katzenfreundin natürlich neben Blumen auch ein „tierisches“ Präsent.
  • Gelis Tierliebe kennt auch die SMV: Es gibt eine Schokokatze sowie eine Alpakawanderung nebst hübscher Karte.
  • Kinder und Tiere ... Die Videogrußbotschaften des Kollegiums werden auf DVD vom Sohn eines Kollegen überreicht.
  • Der Elternbeirat bringt seine große Dankbarkeit ebenfalls zum Ausdruck.
  • Ein bisschen angespannt lauscht Geli den Ausführungen des Schulleiters, denn sie hatte sich „fest vorgenommen, nicht zu weinen.“ (Das hat natürlich nicht ganz geklappt.)
  • Glücklich, aber auch ein wenig traurig ...

Das Sekretariat ist der wichtigste Raum in einem Unternehmen und noch mehr in einer Schule. Hier läuft alles zusammen: Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer geben sich quasi den ganzen Tag über die Klinke in die Hand, um Formulare abzuliefern, ganz schnell an bestimmte Informationen zu gelangen oder Faxe zu bringen, die am besten gestern hätten verschickt werden müssen. Natürlich muss „ganz nebenbei“ noch die Hauptaufgabe erledigt werden, nämlich das Vorzimmer des Schulleiters mit Korrespondenz, Telefonaten und Terminkalender zu betreuen. So drängt sich ein Bild wie von selbst auf: Das Sekretariat ist das Herzstück der Schule.

Als solches verstand sich Geli Seiler auch in den ganzen 22 Jahren ihrer Tätigkeit in St. Stephan. Sie liebte „ihre“ Schule, und „ihre“ Schülerinnen und Schüler – die „Schnuckies“ und „Schatzis“ – von ganzem Herzen. Unermüdlich tröstete sie, wenn es Tränen nach einer misslungenen Schulaufgabe gab oder bei schlimmen Bauchschmerzen, klebte unzählige Pflaster auf aufgeschürfte Knie und verteilte Kühlpacks nach ruppigen Fußballspielen auf dem Pausenhof. Den älteren Schülerinnen und Schülern stand die mehrfache Mutter bisweilen auch mit reichlich Lebenserfahrung zur Seite und gab sogar Ratschläge bei gebrochenen Herzen.

Auch für uns Lehrerinnen und Lehrer hatte sie immer ein offenes Ohr und – ob man wollte oder nicht – eine Umarmung parat. Sie konnte einfach nicht anders, die Schulgemeinschaft wurde als riesige Familie betrachtet und als solche behandelt. Da wurde getröstet, gekümmert, gescholten, sich eingemischt, bemuttert und sich gesorgt – eben alles was in einer Familie auch passiert.

Verabschiedung im Kleinen – und doch waren viele da

Am 5. Februar hatte Geli Seiler nun ihren letzten Arbeitstag im Sekretariat I. Ein bisschen gefürchtet hatte sie sich vor diesem Tag, wie sie selbst sagt. Denn er würde ihr nahe gehen. Aber das ist ja auch in Ordnung, wenn man ein solch emotionaler Mensch ist. „Sie konnte morgens vollkommen betrübt sein und mittags mit einem Strahlen das Schulhaus verlassen“, beschreibt sie Schulleiter Bernhard Stegmann, der letzte „ihrer drei Chefs an St. Stephan“. So gestaltete sich dann auch der Abschied – tränenreich, ein bisschen schrill und hoch emotional.

Die gesamte Schulgemeinschaft verabschiedete sich aufgrund des Corona bedingten Distanzunterrichts in etwas kleinerem Rahmen am Donnerstag. Von der Schulleitung gab es einen Präsentkorb und die Schülerschaft überraschte die Tierfreundin mit einem Gutschein für eine Alpakawanderung, der ihr spitze Freudenschreie entlockte. Viele Lehrerinnen und Lehrer hatten ein gemeinsames Video mit Grußbotschaften zusammengestellt und vom Personalrat gab es für die Katzenfreundin natürlich einen Katzenkalender. Diese Idee griff auch der Elternbeirat auf, der ihr einen hübschen und gut gefüllten Katzenkorb überreichte.

Für den neuen Lebensabschnitt im Ruhestand wünscht die gesamte Schulgemeinschaft alles Gute, schöne Erlebnisse und natürlich ausreichend Zeit sowie bestes Gelingen für alle geplanten Vorhaben.