„Grenzen schenken Freiheit”

  • Zwischen den „Lattenzäunen“ der Regeln ist Platz für Entfaltung und gesicherter Raum.
  • Eine Schülergruppe beim Anfangsgottesdienst 2020 mit Abt Theodor Hausmann

„Grenzen schenken Freiheit“ war das Thema der Anfangsgottesdienste in diesem Schuljahr 2020/21. Dass uns im Moment eine Menge neuer Regelungen im Schulalltag einschränken werden, war allen klar: Maskenpflicht, Abstandsregelungen, Hygieneplan, Pausenregelung …
So konnten die Anfangsgottesdienste auch nicht wie sonst jahrgangsweise gefeiert werden, sondern wurden individuell mit jeder einzelnen Religionsgruppe abgehalten, so dass die Schülerinnen und Schüler in der Abteikirche weit genug voneinander entfernt sitzen konnten.

All diese Regeln dienen letztendlich dazu, einen möglichst normalen Schulalltag zu ermöglichen. Sie schenken also auch ein Stück weit Freiheit, so wie auch schon die zehn Gebote im Alten Testament zu verstehen sind und wie es im Gottesdienst im Psalm 119 und im Psalm 147 anklang: Sie regeln das Zusammenleben der Menschen, Gesetze schützen die Schwachen in der Gesellschaft.

Aber nicht nur diese neuen, Corona geschuldeten Vorschriften, begrenzen das menschliche Leben. Auch das Alltägliche wie die Fülle an Terminen, Angst vor Prüfungen, Schulordnung und Regeln in der Familie und letztendlich das Leben an sich mit Krankheit, Sorge um Familienangehörige und Tod begrenzen uns. Doch was immer das Leben bringt, wir dürfen uns getragen wissen durch Gott, der zu uns steht und uns begleitet. So dürfen wir dieses neue Schuljahr voll Zuversicht beginnen und lassen uns überraschen, was es mit sich bringen wird.

Das Bild vom Lattenzaun, in dessen Freiräumen sich die Blume entfalten kann, fasste all diese Gedanken mit großer Symbolkraft zusammen. – Einen guten Start ins Schuljahr 2020/21 wünschen die Religionslehrer der Fachschaften katholische und evangelische Religionslehre!

  • Sitzplatz in der Stiftskirche in Corona-Zeiten: Einschränkende Nummer und leuchtende Kerze – Einordnung und Lebendigkeit