Griechenlandaustausch: Augsburgs griechische Mythen

  • Griechenland mitten in Augsburg: Beim Gegenbesuch der Schülergruppe aus Ionannina begegnen die griechisch-bayerischen Austauschpartner dem antiken Götterhimmel im Rokoko-Festsaal des Schaezlerpalais.
  • Die Supraporten – Bilder, die über den Türen platziert sind – im Schaezlerpalais zeigen eine Fülle griechischer Mythologie.
  • Der Goldene Saal im Renaissance-Rathaus ist auch für die Augsburger Schüler eine echte Entdeckung: Freskierte Wände und bemalte Decke bergen eine Fülle an Eindrücken.
  • Auf den Stufen der Glyptothek am Münchner Königsplatz: Müde nach der Erkundung großer antiker Bildwerke.
  • BMW-Welt in München: Ein echtes Highlight für einen Besuch in Bayerns Landeshauptstadt.
  • Im Römischen Museum namens „Römerlager“: Aus Griechen werden Römer!
  • Die Gruppe der griechischen Lehrerinnen und Schüler nach dem Bastelworkshop im Römischen Museum

Mit kleinen Flaggen in griechisch-bayerischen Nationalfarben winkten die Augsburger ihren griechischen Freunden am Flughafen München entgegen und hießen sie in Bayern herzlich willkommen.

Dass derzeit in Ettal im Rahmen der Landesausstellung das Motto „Mythos Bayern“ gepflegt wird , war natürlich Zufall, passte aber perfekt zum diesjährigen Austauschmotto „Mythos“. Das Märchenschloss Linderhof trug somit als erstes gemeinsames Ausflugsziel zum Thema bei: Ludwigs Vorliebe für Wagneropern, vor allem diejenigen, die germanische Mythen thematisieren, als auch seine Bewunderung für den Sonnenkönig, die sich in den Bauten, der Inneneinrichtung und den Bildnissen des Schlösschens abbildet, leitete zur Verbindung zwischen den Wittelsbachern und Griechenland über. Anschließend wurde die Berauschung der Sinne durch ein gemeinsames – bayerisches – Essen in Ettal fortgeführt, wonach der restliche Sonntagnachmittag von den Familien selbst mit Unternehmungen gefüllt wurde.

  • Auf dem Augsburger Rathausplatz unter Führung von Swenja Ferber: Begegnung und Einführung in die Römergründung, die alte Reichsstadt und die moderne Bezirkshauptstadt Augsburg
  • Geographieunterricht mit Gabriel Merz zum Alpenvorland mit Lech und Wertach
  • Wir lernen „Auf dr Schwäb’sche Eisebahne“ mit Bastian Walcher: Schwäbisches Liedgut für den Austausch.
  • Details aus der schwungvollen „Eisenbahner“-Probe

Die folgenden Tage verbrachten unsere Gäste in der Schule, wohnten regulären Unterrichtsstunden bei, arbeiteten aber auch weiter an mythischen Themen: Hier standen die Supraporten im Schaezlerpalais im Vordergrund, die griechische Mythen zeigen; Theseus’ Rettung durch Ariadnes Fadentrick, Phaetons Sturz mit dem Sonnenwagen, die Verwandlung der frechen Lykischen Bauern in Frösche sind uns zwar meist über Ovids Metamorphosen bekannt, basieren aber auf griechischer Literatur und sind bei Apollodor und Diodor nachlesbar. In einer Theaterstunde setzten die Schülerinnen und Schüler die Verwandlung der Arachne in eine Spinne in Szene, die sich dummerweise auf einen Wettbewerb mit Athene eingelassen hatte. Bei einem Besuch im Schaezlerpalais konnte man dann die erst kürzlich restaurierten Originale der „Über-Tür-Bilder“ betrachten. Ein Besuch im Römischen Museum zeigte die Wandlung der griechischen Götterwelt im provinzialrömischen Kontext.

Bei der Exkursion nach München zeigten die Stephanerinnen und Stephaner ihren Gästen erst einmal den Königsplatz mit der Glyptothek und die neoklassizistischen Wittelsbacher-Bauten am Odeonsplatz und dann als Highlight des modernen Bayern das Olympiagelände und die BMW-Welt.

  • Mit den Familien im Graswangtal vor Schloss Linderhof bei strahlendem Sonnenschein
  • Die griechisch-bayerische Austauschgruppe – umrahmt von den Begleitlehrkräften
  • Das Lehrerteam aus Ioannina und Augsburg

Bei unserem Abschiedsfest trafen sich dann noch einmal alle Beteiligten, v.a. die Eltern unserer Gastgeber, die unseren Austausch tatkräftig unterstützt haben, zu leckerer italienischer Küche und einem Rückblick auf die vergangenen schönen Tage, bevor wir uns dann – wie immer tränenreich – am folgenden Morgen von „unseren Griechen“ wieder trennen mussten. Aber einige individuelle Wiedersehen sind ja schon verabredet, so trägt St. Stephan jedes Jahr ein wenig zur Entwicklung des Tourismus im Epiros bei …