Humor – wissenschaftlich und unterhaltsam

  • Humor lässt sich wissenschaftlich wie ganz praktisch betrachten: Die Projektwoche der 10c tat beides!

„Humor nimmt die Welt, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern oder zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.“ Dieses Zitat des britischen Schriftstellers Charles Dickens ist als eines der Motive für die Wahl des Themas „Humor“ zur diesjährigen Projektwoche der Klasse 10c anzusehen.

Bereits am Montag kam das gemeinsam Lachen wahrlich auf seine Kosten. Sarah Hieber, die Leiterin des Unterstufentheaters an unserer Schule, führte einen ganztägigen Workshop unter dem Titel „Improvisationstheater“ durch. Was zunächst etwas abseits des Themas erschien, bot reichlich Gelegenheit zu Witz und Unterhaltung. Es war besonders eindrucksvoll zu beobachten, wie in den ganz verschiedenen Formaten, die Frau Hieber im Laufe des Tages mit der Klasse durchführte, die Schüler ihre Talente zum Vorschein bringen konnten und auch ein Stück weit über ihre eigenen Grenzen hinauswuchsen.

Ab Dienstag setzte schließlich der geregelte Arbeitsalltag in einer Projektwoche ein. Die Themen waren bereits im Vorfeld zugeteilt worden, sodass ein breites Programm für den Präsentationsabend zur Verfügung stand. Im Computerraum, im Klassenzimmer und sämtlichen anderen Räumen wurden Präsentationen erstellt, Filme gedreht, Szenen geschrieben, Plakate gestaltet und vor allen Dingen gelacht. Nach einer erfolgreichen Generalprobe stieg die Vorfreude auf den letzten Präsentationsabend der Klasse.

Am Abend boten die Schüler ihren Eltern und einigen Lehrkräften beste Unterhaltung. Der „Humor“ wurde hierbei von ganz unterschiedlichen Seiten aufgerollt: So fasste die erste Gruppe die naturwissenschaftliche Perspektive ins Auge, untersuchte Humor im Gehirn und bei Tieren und ging in Form eines kurzen Einspielfilmes auf den Beruf des „Krankenhausclowns“ ein. Die zweite befasste sich mit der Entwicklung des Humors beim Menschen, von Kindesbeinen an bis ins Seniorenalter, und unterstrich dies mit einer Studie, in der Menschen aller Altersgruppen auf Witze reagieren sollten.

Auch die historische Seite wurde bedient: Mehrere Schüler zeigten Unterschiede zwischen dem Sinn für Komik in der Antike und unserer heutigen Zeit auf, wobei sich die darauffolgende Gruppe die bereits bei Griechen und Römern bekannte Satire einmal genauer anschaute. Hier durfte selbstverständlich eine Kostprobe dieses Genres nicht fehlen. Die Vortragsrunde beschloss eine stark szenisch arbeitende Gruppe, die anhand kleiner Sketche Aufbau und Arten des Witzes, aber auch seinen Zweck und seine richtige Präsentation aufzeigte. Mit einem reichhaltigen Buffet klang der Abend schließlich mit vielen Gesprächen gesellig aus.

Der Freitag stand der Klasse für eine gemeinsame Feedbackrunde zur Verfügung. Die Schüler zeigten sich rundum zufrieden mit dem Ergebnis und dem Verlauf der Projektwoche. Besonderes Lob verdient das eigenständige Arbeiten, die Klasse war durch die Erkrankung ihrer beiden Klassenleiter eigenständig – unterstützt durch ihren Klassensprecher und Kunstlehrerin Kristin Heller – für ihre Projekte verantwortlich. Gerade in Anbetracht dieser Situation darf die Woche als überaus gelungen angesehen werden.