Ist das Kunst oder kann das weg?

  • Die 72-Stunden-Aktion begann auf den Straßen und Grünanlagen der Stadt Augsburg: Achtlos herumliegender Konsummüll findet sich hier zuhauf.
  • Das eher bedrückende Ergebnis ist beachtlich – und führt zur künstlerischen Idee der Verwertung.
  • Zunächst müssen die Funde – von klein bis groß – aussortiert und vorgereinigt werden.
  • Hier einmal die Funde aller Art aus der Abteilung Kunststoff: Keine Frage, woher all das Mikroplastik kommt, das uns in zunehmendem Maße Sorgen bereiten muss.
  • Die Arbeit am „Seziertisch“ bringt Verblüffendes ans Licht, das Menschen gedankenlos in ihre Umgebung fallen lassen.
  • Nun wird die Idee angepackt, aus dem Material einen in die Knie gegangenen Menschen zu bauen: Mit dem Vierfüßlerstand geht’s los.
  • Alle gefundenen Teile werden verarbeitet, Bauch und Kopf werden mit Müll gefüllt, sprechende Handhaltungen geschaffen und manches geheime Symbol von Abhängigkeiten eingebaut.

Während die Welt in Müll versinkt, stehen neun Helden mit Kübel und Zange im Anschlag der Gefahr gegenüber und schaffen mit vereinten Kräften ein Mahnmal gegen die Verschmutzung der Welt.

Im Zuge der Umwelt-AG von St Stephan haben die SchülerInnen Benigna, Clara und Antonie Gruber sowie Annika Kigle, Elisabeth Nittka, Monique Lange, Susanna Neu und Ben Bernier unter der Führung von Sarah Eckstein an der 72-Stunden Aktion des BDKJ teilgenommen und haben aus an mehreren Tagen gesammelten Müll das Kunstwerk „Die Fesseln des Menschen – selbstverschuldet“ geschaffen.

Im Vorfeld sammelten die Schülerinnen und Schüler in insgesamt neun Stunden in Parkanlagen in Augsburg zahlreiche Eimer voll achtlos in die Landschaft geworfenem Müll, welche sie anschließend reinigten und sortierten. Die Skulptur des Menschen, der von seinen Konsumkonsequenzen geknechtet in die Knie gegangen ist, wird auch am Moritzplatz ausgestellt werden. Durch diese Aktion sollen anderen Menschen zum Denken und Handeln angeregt werden, um ähnliche Projekte zu starten, vor allem aber um einfach umweltfreundlicher zu leben.

  • Das Ergebnis der 72-Stunden-Aktion der Umwelt-AG an St. Stephan: „Die Fesseln des Menschen – selbstverschuldet“