Juwelen im Blauen Land – Ausflug des Fördervereins

  • Farbnuancen in Grün und Blau: Das Murnauer Moos mit Oberammergauerbergen und links im Bild der Organisator und Ausflugsexperte Dr. Ferdinand Reithmeyr, Zweiter Vorsitzender des Fördervereins des Gymnasiums.
  • Von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky immer wieder gemalt: Blick vom Münterhaus auf St. Nikolaus und das Murnauer Schloss.
  • Das Innere der Pfarrkirche St. Nikolaus überrascht allein schon durch seine Weite des Raumes.
  • Der Altar war für die Kapelle etwas zu hoch, aber man wusste sich zu helfen; rechts im Bild unser Kirchenführer, „Ersatzmesner“ Bergmeister. Der „Blumenschmuck“ am Altar ist aus Federn gestaltet – eine Spezialität dieser Gegend.
  • Gegen Abend gemütlicher Ausklang im ‚Al Lido‘ in Seehausen am Staffelsee

Murnau – Münterhaus – Blaues Land: „Kenne ich schon!“, dachte oder denkt vielleicht mancher. Aber auch wer’s tatsächlich schon kannte, war begeistert: Meister-Organisator und Ausflugsexperte Dr. Ferdinand Reithmeyr, Zweiter Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Gymnasiums bei St. Stephan, hatte sich als Route einen ganzen Kranz von Juwelen einfallen lassen, mit seiner Frau minutiös geplant und doch entspannend gestaltet:

Als Gruppe ganz allein durften wir – zu außergewöhnlicher Zeit – nach lebendiger Einführung in die Bedeutung des Hauses und der Künstler des Blauen Reiter, das Münterhaus ausgiebig genießen und in Ruhe den Blick schweifen lassen – wie Kandinsky, Münter, Jawlensky, Marc und Macke vor hundert Jahren immer wieder – zum Murnauer Schloss und die St. Nikolauskirche, noch dazu unter kräftigem Himmelsblau.

Sonderausstellung zum Blauen Reiter

In schattigem Spaziergang durch die Kottmüller-Eichenallee  ging‘s dann zum Weißwurstessen ins  ‚Ähndl‘ am nahen Georgskirchlein, dessen Schätze uns anschließend in sehr kurzweiliger Erklärung „Ersatzmesner“ Bergmeister (Genesungswunsch an seine Frau!) erschloss, einschließlich Geläut der ältesten Kirchenglocke des Festlandes aus iroschottischer Zeit. Und die Ammergauer Berge überm weiten grünen Murnauer Moos erschienen in der Tat so blau, wie sie Münter und Kandinsky in ihren Werken eingefangen hatten.

Weiter nach Murnau selbst:  Das dortige Schlossmuseum bietet zurzeit eine einzigartige Sonderausstellung zum Blauen Reiter mit z.T. bisher unbekannten Werken von Münter, Kandinsky und anderen, aus Privatbesitz in aller Welt hier bis 9. Oktober vereint. Und das Gartencafé lud zur Stärkung und zum Verweilen ein.

Kirchenkonzert mit Finn van de Beek und Matthias Gyr

Keine zweihundert Meter daneben in der St. Nikolauskirche erwartete uns im überraschend groß und weit erscheinenden barocken Kirchenraum ein weiteres Highlight: Ein fast einstündiges Kirchenkonzert mit Orgel und Posaune, professionell dargeboten von zwei Stephanern (Finn van de Beek, Schüler der Q11, und an der Orgel Matthias Gyr, Abitur 1988), die hier eigens für uns gastierten.

Eingestreut zwischen die Instrumentalwerke verwoben sich die wohldosierten und abgestimmten Erklärungen zu Bau und künstlerischer Gestaltung des Raumes zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk – ein Genuss für Auge, Ohr und Geist.

Ein kurzer Spaziergang durch die Fußgängerzone rundete den Murnau-Besuch ab.  Beim Abendessen ‚A Lago‘ unmittelbar am Ufer des Staffelsees in Seehausen klang der auch vom Wetter her wunderbare Tag aus. Dank an den Organisator Dr. Reithmeyr, ein Sonderlob auch dem Fahrer, der seinen Bus für uns auch mal gute 100 m rückwärts steuerte!