Musische Bildung braucht starke Unterstützer
„Musische Bildung” ist ein weitgespannter Begriff, sie zeigt sich am Reigen aller schöpferischen Künste. Am Gymnasium bei St. Stephan ist eben nicht nur die Musik prägend, sondern auch die Bildende Kunst, das Theater und die Literatur.
St. Stephan verfolgt dieses Bildungsziel aus einer bewusst wahrgenommenen Schulgeschichte heraus: Die schöpferischen Kräfte junger Menschen brauchen Entfaltungsräume auf Bühnen, Podien und Ausstellungsorten. Damit dies immer wieder auch finanziell, ausstattungstechnisch und personell gelingen kann, hilft die kontinuierliche Unterstützung durch die Hümmer-Peisl-Stiftung im „Haus der Stifter” der Stadtsparkasse Augsburg. Stifterin Helga Hümmer-Peisl, die 2018 verstarb, hatte den unbedingten Willen, soziale und finanzielle Hürden zu überwinden helfen, um für alle Kinder und Jugendlichen eine umfassende musische Bildung am Gymnasium bei St. Stephan zu ermöglichen.
So konnte das Gymnasium bei St. Stephan – diesem Stiftungszweck gemäß – im vergangenen Jahr 2025 wieder eine ganze Reihe von Förderzwecken ermöglichen:
- Für zwei Familien, die kinderreich sind oder nur über begrenzte finanzielle Spielräume verfügen, war die Schule in der Lage, das schuleigene Gregor-Lang-Stipendium zur Förderung des Wahlunterrichtes Instrumentalspiel auszuzahlen. Der Festbetrag, der im Laufe des zweiten Schulhalbjahres freigegeben wird, deckt in der Regel ein Viertel der Jahreskosten für den Instrumentalunterricht ab.
- Für zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die aus Familien mit schmälerem Budget stammen, konnte durch Kostenübernahme die Teilnahme an den Probenfreizeiten im Juli (Orchester) und im Dezember (Chor) ermöglicht werden. In einigen Fällen konnten sogar die kompletten Kosten übernommen werden.
- In den Erhalt des Instrumentenbestandes der Schule müssen kontinuierlich Investitionen fließen, um allen Heranwachsenden gute Instrumentalbedingungen zu bieten: Heuer konnte Reparatur einer Posaune aus dem Bestand der Leihinstrumente finanziert werden. Diese Instrumente kommen Familien zugute, für die ein privater Instrumentenkauf finanziell nicht zu stemmen ist.
- Im Bereich der Theaterarbeit konnte die Schule die weiterhin große Nachfrage nach Theaterkursen in der Unterstufe mit einer Honorarkraft überbrücken. Mit Stiftungsmitteln wurde es möglich, die übergroße Theatergruppe der Unterstufe zu teilen und eine Fachkraft auch kurzfristig in einen Vertrag zu bringen. Und für ein Lessing-Gastspiel mit „Nathan der Weise” und eine Literatur-Lesung konnte jeweils ein abfedernder Kostenzuschuss gewährt werden.
- Für die Bildende Kunst am Gymnasium bei St. Stephan schufen Stiftungsmittel die Möglichkeit, für die „Ateliertage 2025” Kosten im Bereich der Ausstattung und der Referentengelder zu übernehmen: So konnten – unabhängig von der Finanzkraft des Elternhauses – rund 20 künstlerisch talentierte Schülerinnen und Schüler zur „Malakademie” zugelassen werden.
Als Schule kann St. Stephan mit seiner facettenreichen musischen Bildung dankbar nach vorne schauen: Durch die Hümmer-Peisl-Stiftung im „Haus der Stifter” der Stadtsparkasse Augsburg wird es auch weiterhin möglich sein, die Finanzkraft der Elternhäuser nicht zum Maßstab schöpferischen Tuns zu machen, sondern Talent und Freude. Helga Hümmer-Peisl, die weitblickende Stifterin, hat mit ihrem Vermächtnis dem Gymnasium bei St. Stephan einen großen Schatz hinterlassen.