Lachtränen und Tiefgang: Romanfiguren packen aus!
„Kamera läuft!“ Dieser Ruf hallte in den letzten Tagen nicht aus einem professionellen Filmstudio, sondern direkt aus den Ecken unseres Pausenhofs. Im Rahmen einer Literatureinheit zum Hörbuch von Sarah Jägers Jugendroman Und die Welt, sie fliegt hoch der 6d wurden die Schülerinnen und Schüler zu Regisseuren und Schauspielern ihrer eigenen Romaninterpretationen.
Dass dabei nicht nur intensiv gearbeitet, sondern vor allem auch viel gelacht wurde, war ein unverhoffter, aber wunderbarer Nebeneffekt.
Die Aufgabe war komplex: Anstatt die Handlung des Romans einfach nachzuerzählen, sollten die Schülerinnen und Schüler der 6d in die Haut einer Romanfigur schlüpfen. Sie sollten einen Moment wählen, in dem die Figur ihre wahren Gefühle verbirgt – das, was zwischen den Zeilen steht. Entstanden sind dabei Vlogs (kurz für Video-Blog, ein digitales Tagebuch in Videoform) oder Nachrichten an das Zukunfts-Ich, die unter die Haut gehen. Die Kamera wurde zum einzigen Vertrauten der Figur.
Besonders beim Ausprobieren der Rollen, beim „Sich-Verstellen“ und beim kreativen Ausloten der Charaktere gab es kein Halten mehr: Die gute Stimmung war ansteckend, und das herzhafte Lachen über missglückte Takes oder besonders skurrile Interpretationen gehörte fest dazu.
Das Projekt hat gezeigt, dass Literaturanalyse weit über das Schreiben von Texten hinausgehen kann und auch bei den hohen Temperaturen noch großartige Ergebnisse erzielt werden können.