Lagerfeuer, Römer und Sonnenenergie in Stoffenried

  • Süß und klebrig, aber wahnsinnig lecker! Am Lagerfeuer wurde gespielt, gesungen und natürlich Marshmallows geröstet.
  • Auch Fußball stand hoch im Kurs, auch wenn der örtliche Bolzplatz unter der Hitze schon ziemlich gelitten hatte.
  • Leerlauf gab es nicht! Die Pausen wurden stets für eine Partie Rundlauf oder andere heiße Matches genutzt.
  • Nachwuchskonstrukteure am Werk — hier wurden Solarbote konstruiert und gebaut.
  • Auf Bäume klettern gehörte natürlich im 19. Jahrhundert zu den Lieblingsspielen von Kindern — und so scheint es auch heute noch zu sein, wenn man die kleinen Kletteraffen“ betrachtet.
  • Zu Fuß wurde die Umgebung des kleinen Örtchens Stoffenried erkundet.
  • Ein Ball und ein Stückchen Wiese — es braucht nicht viel, um gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.

Auf Entdeckungsreise zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Dass Lernen weit über Schulbücher hinausgehen kann, zeigte sich bereits in den ersten Tagen. In der Kreisheimatstube Stoffenried öffnete sich ein Fenster in die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts. Statt Geschichte lediglich zu betrachten, durften die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden: Am Spinnrad zeigte sich schnell, warum spinnen“ gar nicht so einfach ist, mit einem historischen Waffeleisen entstanden duftende Waffeln, und alte Kinderspiele wie Stelzenlaufen, Schindelwerfen oder Tauziehen sorgten für ebenso viel Begeisterung wie manches moderne Freizeitangebot.

Auch im Schulmuseum Ichenhausen wurde Geschichte lebendig. Unter dem Motto Salve Roma“ waren die Stephanerinnen und Stephaner ganz in ihrem Element. Fragen rund um das Römische Reich und die lateinische Sprache lösten sie mit beeindruckender Sicherheit. Besonders reizvoll erwies sich Caesars berühmte Geheimschrift: Nachdem verschlüsselte Botschaften erfolgreich dechiffriert worden waren, entwickelten die Schülerinnen und Schüler mit großer Kreativität eigene Codes. Römische Spiele wie Mühle rundeten den Vormittag ab – und ein selbst gestaltetes Spielbrett aus Filz mit hölzernen Spielsteinen durfte schließlich als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

  • Tauziehen — was für ein herrlich einfaches Spiel, das auch heute noch Riesenspaß macht.
  • Etwas mehr Balance und Koordination war für den Stelzenlauf notwenig, wurde aber mit Bravour gemeistert.
  • Auf einem gusseisernen Holzofen aus dem 19. Jahrhundert leckere Waffeln zu backen, ist nicht so einfach …
  • … doch offenbar ist es gelungen und die Waffeln schmecken herrlich!
  • Mit einfachen Holzangeln mussten die bunten Fische aus dem Bottich herausgefischt werden.
  • Zum Spinnen bedaf es einer ruhigen Hand bzw. einem ruhigen Fuß und viel Geduld.
  • Im Schulmuseum Ichenhausen wurde Caesars Chiffriercode im Schulmuseum entschlüsselt …
  • … und anschließend ein eigenes Mühlespiel aus Filz und hölzernen Spielsteinen hergestellt.
  • Wasser und Brunnen waren an diesem heißen Sommertag sehr geehrt …
  • … ebenso wie eine süße Abkühlung von innen aus der Eisdiele.

Zukunft gestalten – mit der Kraft der Sonne

Den Blick nach vorn richtete der Projekttag mit dem Mooseum“. Im Mittelpunkt standen erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit und die Frage, wie verantwortungsvolles Handeln in unserem Alltag gelingen kann. Dabei blieb es nicht bei theoretischen Überlegungen: Mit Sonnenenergie wurde nahezu das gesamte Mittagessen zubereitet, sogar Pfannkuchen und Muffins gebacken. So verbanden sich naturwissenschaftliche Erkenntnisse, praktisches Arbeiten und gemeinsames Genießen zu einer Erfahrung, die Zukunftsthemen greifbar machte.

Was wirklich bleibt

So vielfältig das Programm auch war – das Wertvollste ließ sich weder planen noch organisieren. Es entstand in den vielen kleinen Augenblicken dazwischen: während der Wanderung durch den Wald, die neben manchen müden Beinen vor allem Zeit für Gespräche, gemeinsames Singen und gegenseitiges Kennenlernen schenkte; beim Kochen und Essen, bei Kooperationsspielen, auf dem Fußballplatz oder am Lagerfeuer, als Marshmallows über den Flammen geröstet wurden und Lieder, Gelächter und gute Laune bis in den Abend hinein die Runde machten. Gerade diese gemeinsamen Erfahrungen machten die Schullandheimwoche zu etwas Besonderem. Aus Begegnungen entstanden Freundschaften und aus vielen einzelnen Erlebnissen wuchs ein Zusammenhalt, der weit über die fünf Tage in Stoffenried hinausreichen wird.

  • Post aus dem Schullandheim — gemeinsam wurden Postkarten mit ganz persönlichen Eindrücken gestaltet.