Mit dem Phönix ins neue Jahr 2026

Für’s Titelblatt von St. Stephans Lateinkalender 2026” hat – wieder einmal – die Reisegruppe der Rom-Abiturfahrt ein Bild zur Verfügung gestellt: Sonnenaufgang über dem Petersplatz, eingefangen von Andrea Weiland. In zwölf Monatsblättern zeigt der Kalender auch 2026, wie das Denken in lateinischer Sprache in Form von Zitaten, Sentenzen und Sprichwörtern bis in unsere Tage hineinstrahlt und uns unmittelbar triftt, berührt und anspricht.

Texte und Bilder treffen aufeinander und zeigen, wie nahe sich Weisheit” und Künste” stehen: Sapientia concors cum artibus” (Weisheit einmütig mit den Künsten) steht über jedem Blatt. Zwölfmal werden Gedanken aus der Antike (in diesem Jahr Cicero, Seneca und Ovid, dazu Publilius Syrus), aus der Spätantike und dem frühen Christentum (Valerius Maximus, Tertullian), dem Mittelalter (Damasus) und der Neuzeit (Johann Amos Comenius und emblematisches Latein der Barockzeit) dargestellt, übersetzt und erläutert.

Immer mit dabei ist Wappenlatein und Juristenlatein, ein griechischer Gedanke (der oft erst durch die lateinische Fassung Karriere” gemacht hat, in diesem Jahr aus den Texten des Aristoteles), dazu Phönix-Latein zum Wappen- und Symboltier von St. Stephan (das weltweit zu finden ist) und Augsburg-Latein: 2026 wird die bedeutende Paradies-Glasschale mit Adam und Eva vorgestellt, die im Jahr 2000 bei einer Grabung in der Augsburger Altstadt in einer Abfallgrube entdeckt wurde und in Material, Kunstgestaltung und Gedankenwelt der eingeritzten Inschrift von höchstem Rang ist.

150 Mal ging der Kalender heuer an interessierte Schülerinnen und Schüler, Kinder und Jugendliche, Ehemalige und Freunde. In vielen Eltern- und Großelternhäusern schafft er als Weihnachtsgeschenk Verbundenheit zwischen den Generationen und regt das ganze Jahr über immer neu zum Gespräch an. Und für alle, die so gerne gefragt werden, wozu man denn dieses Latein” überhaupt brauche, ist der Lateinkalender ein farbenprächtiger und geistreicher Beweis für Gedankenreichtum, Reflexionsvergnügen, Sprach- und Denkanstöße und – vor allem – für unendliches Vergnügen!