Mozart, Augsburg und reichlich Wohlklang

  • Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer führte bild- und gedankenreich durch den Abend anlässlich von Leopold Mozarts 300. Geburtstag.
  • Eine „konzertante Violine“ und ein „konzertantes Horn“ (von einem Cello übernommen) prägten die „Sinfonia di Camera“ aus Leopold Mozarts Feder.
  • Theresa von Marbach, begleitet von Musiklehrer Bastian Walcher, bot zwei feinfühlige Lieder von Mozarts Sohn Franz Xaver Mozarts von 1819.
  • Das Streichquintett g-Moll berührte als Höhepunkt des Abends die Zuhörer intensiv.
  • Großen Applaus erhielten die Musiker am Ende einer qualitätvollen, bewegenden Darbietung …
  • … und dankbare Gaben aus den Händen der Fördervereinsvorstände Stefan Schrammel und Ferdinand Reithmeyr (v. l.).
  • Schülerinnen und Schüler der Q12 sorgten mit einem Kuchen- und Getränkebüffet für einen angenehmen Aufenthalt des Konzertpublikums.

Zum Frühjahrsbeginn, wenn der Förderverein von St. Stephan zu seiner Jahreshauptversammlung ruft, wird im Anschluss stets zu einem kulturellen Ereignis geladen, das Freunde und Förderer in gleicher Weise anlocken soll wie alle Interessierten aus Schule und Stadtöffentlichkeit. Am vergangenen Freitag „lockte“ – initiiert von Vorstandsmitglied Dr. Ferdinand Reithmeyr – der 300. Geburtstag von Leopold Mozart. Dieser war 1719 in der nahen Frauentorstraße zur Welt gekommen und am Jesuitenkolleg St. Salvator in der Jesuitengasse zur Schule gegangen, der Vorgängerschule St. Stephans. Bis heute zeugt die Nutzung des Kleinen Goldenen Saales von dieser Zeit.

Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer vom Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg führte mit reichem Bildmaterial und vielen Eindrücken aus der Zeit Mozarts, wie Stichen, Gemälden und Druckgraphiken, durch den kurzweiligen Abend: Besonders die beiden Besuche der „Salzburger“ Mozarts in Leopolds Vaterstadt Augsburg beleuchtete Kraemer intensiv. Da ging’s um den berühmten Klavierbauer Stein, ums „Bäsle“, um die großen Augsburger Hotels und um die – von Amadeus unmissverständlich gescholtene – Qualität der Augsburger Musikdarbietungen zu jener Zeit.

In vier Blöcken boten Schülerinnen und Schüler sowie Musiklehrkräfte von St. Stephan unter der Federführung von Ulrich Graba Musik aus dem Hause Mozart: Von Leopold erklang ein Allegro aus einer Sinfonia di Camera und von Wolfgang Amadé Mozart wurde ein Rondeau für Violine und Viola geboten sowie aus dem berühmten Streichquintett g-Moll das Allegro. Von Franz Xaver Mozart schließlich, dem Sohn Wolfgangs, gab Theresa von Mirbach zwei Lieder zum Besten. Abgerundet wurde der ausgesprochen qualitätvolle Reigen (Augsburg hat heute gute Musiker!) mit einem weiteren Lied von Franz Xaver Mozart: Bei „Engel Gottes künden“ durfte das gesamte Publikum mitsingen, was es gerne und wohlklingend tat.

Den Aktiven galt nicht nur der Dank des Fördervereins, sondern auch die spürbare, begeisterte Dankbarkeit eines reich beschenkten Publikums.