Phantasie, die auf Phantasie reagiert

  • Wolfgang Lettls Bild „Der Literat“ steht im Zentrum der Sonderausstellung „Sein Name ist Zeiger“, die von den Zehnklässlern besucht wurde.
  • Bild beflügelt Text beflügelt Poetry …
  • „Freewriting“: Schreib unvermittelt, spontan, assoziativ – so lange die begrenzte Zeit es dir erlaubt.
  • Das Tablet füllt sich beim „Freewriting“ im Augsburger Lettl-Museum.

Im Lettl-Museum in der Augsburger Zeuggasse läuft derzeit die Sonderausstellung „Sein Name ist Zeiger“. Viele Bilder des surrealistischen Malers Wolfgang Lettl (1919-2008) werden gespiegelt durch Gedichte von Heinz Ratz (*1968), der sich selbst „Liedermacher, Schriftsteller, Theatermann und Anarchotyp“ nennt. Die Sonderausstellung, in der Bild und Sprache aufeinander reagieren und Ratz’ Texte den geheimen Sinn der surrealistischen Bilder in Worte fassen, besuchte die 10c des Gymnasiums bei St. Stephan im Rahmen ihres Deutschunterrichts.

Deutschlehrerin Monika Reichert-Hafner ließ ihre Zehntklässler Lyrik einmal anders erleben. Die Stephaner betrachteten ein ausgewähltes Bild der Kunstsammlung und kreierten zusätzlich inspiriert durch die lyrische Vertonung von Heinz Ratz eigene Schriftstücke in der Stilistik des „Poetry Slam“.

Dabei galt es, Freewriting auszuprobieren, also alles zu notieren, was dem Schreiber gerade durch den Kopf geht, auch Dinge, die sonst nicht ausgesprochen oder getan werden würden. Am Ende wird das Schriftstück nochmals in Ruhe durchgelesen und ein Fazit dazu notiert. Die oft ganz überraschenden Ergebnisse werden in den nächsten Wochen durch eigene Vertonungen neu interpretiert.

Vielen Dank an Florian Lettl, der uns das Museum außerhalb der regulären Öffnungszeiten zur Verfügung stellte!