Pilgern bei strahlendem Sonnenschein

  • Ankunft der Sechtsklässler beim Pilgertag in der Friedberger Altstadt: Wo geht es denn nun zum Pfarrzentrum?
  • Zum Glück weiß der Hauptmesner der Friedberger Pfarrei St. Jakob eine Antwort auf die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler und kann jedes Detail der Kirche erklären.
  • Neben dem heiligen Vincenzo Pallotti (2015 von der Künstlerin Sara Opic aus Lehm und Stroh geschaffen) wird der fröhlichste Spitzbub plötzlich ganz brav.
  • Im noch österlich-festlich geschmückten Kirchenraum der Friedberger Stadtpfarrkirche St. Jakob gibt es viel zu entdecken.
  • Bei den Teamspielen zeigte sich, dass die Klasse 6a über alle Grenzen von Herkunft oder Glauben hinweg prima zusammenarbeitet.
  • Der gordische Knoten ist schon fast komplett entwirrt – kein Problem, wenn man aufeinander hört und zusammenwirkt.
  • Der Pilgerpass füllt sich nach und nach – es bleibt aber noch ausreichend Platz für weitere Erkundungen und Aufgaben auf dem Pilgerweg und im Religions- und Ethikunterricht.
  • Auf dem Rückweg wurde ausgiebig gepilgert – insgesamt rund 7 km, unter anderem am Lech in Hochzoll vorbei …
  • … da bot der Wasserspielplatz für viele der ermatteten jungen Pilger eine willkommene Abkühlung.
  • Bei so vielen Steinen an den Kiesbänken des Lechs fällt die Auswahl schwer …
  • … aber jede und jeder fand ein schönes Exemplar, mit dem in der nächsten Religions- und Ethikstunde weitergearbeitet wird.
  • Puh, geschafft – erschöpft, aber glücklich erreichen wir auf dem Jakobsweg die Augsburger Jakoberkirche.

Nachdem die Sechstklässler bereits am Ende des letzten Schuljahres im Rahmen der Projekttage erste Erfahrungen mit dem Pilgern gesammelt und Augsburg auf dem Jakobsweg erkundet hatten, hieß es nun: Hinaus ins Weite“ – getreu dem Lied, das wir gemeinsam anstimmten.

Für die evangelischen und katholischen Schülerinnen und Schüler ist dieser Pilgertag fester Bestandteil des Religionsunterrichts; für die katholischen Kinder zudem ein wichtiger Baustein der Firmvorbereitung. Für die Ethikschüler bot der Tag eine wertvolle Gelegenheit, einen Einblick in die Glaubenswelt und die Traditionen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zu gewinnen. So entstanden spannende Fragen wie: Wäre es okay, wenn ich auch mal den Finger ins Weihwasser tauche?“ oder Darf man sich auf die Kniebank hinknien?“ Leyla (6a) brachte es treffend auf den Punkt: Ich will mal versuchen, so richtig einzutauchen in das, was man hier macht.“

Startpunkt war die Kirche St. Ulrich und Afra, die schon durch ihre Größe und prachtvolle Ausstattung beeindruckte. Nach einer thematischen Einführung, einem gemeinsamen Gebet und einem Lied gab es erste Aufgaben: Zunächst galt es, den heiligen Jakobus in der Kirche aufzuspüren. Anschließend mussten die Kinder als Team die Proviantrationen für die Vormittagsbrotzeit unter sich aufteilen und so sicher verpacken, dass sie den Weg nach Friedberg unbeschadet überstehen würden. Zur Belohnung gab es den ersten Stempel im Pilgerpass.

Die Reise führte uns zunächst mit der Straßenbahn und dann zu Fuß vom Park&Ride-Platz Friedberg hinauf zum Pfarrzentrum St. Jakob. Während dort einige noch die kurze Wegstrecke kommentierten, sollte sich das auf dem Rückweg ändern.

Im Pfarrzentrum gab es in der jeweiligen Klassengemeinschaft zwei Programmpunkte: Bei erlebnispädagogischen Teamspielen stellten die Klassen ihre Klassengemeinschaft unter Beweis. Hier war Teamgeist gefragt: Die Schülerinnen und Schüler zeigten, wie gut sie bereits aufeinander hören und die Ideen der anderen respektieren können. Die zweite Gruppe erkundete währenddessen die Kirche St. Jakob. Von der Kanzel über den Tabernakel bis hin zur Osterkerze, dem Taufbecken und dem Beichtstuhl gab es viel zu entdecken. Natürlich durfte auch hier die Suche nach dem heiligen Jakobus nicht fehlen. Unterstützt wurden wir dabei tatkräftig vom Mesner, der uns die vielen Schätze des Gotteshauses erklärte.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns auf den Rückweg. Diese Strecke entlang des Lechs war deutlich anspruchsvoller. Umso willkommener war eine Pause an einer Kiesbank. Hier erhielten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, sich einen Stein auszusuchen und in die nächste Religions- oder Ethikstunde mitzubringen. Wer dies erledigt hatte, nutzte das sonnige Wetter für eine Abkühlung am Wasserspielplatz oder testete die Flugeigenschaften“ der Steine.

Für das letzte Wegstück brauchten einige der Kinder dann doch etwas Zuspruch und gegenseitige Aufmunterung – die sieben Kilometer hatten es in sich. Umso größer war die Erleichterung, als wir pünktlich um 15.00 Uhr unser Ziel, die Augsburger Jakobskirche, erreichten.