Praktikum gleich Kaffeekochen? – Im Gegenteil!

  • An der Werkbank im Elektrobetrieb ließ sich in das Berufsfeld der Elektroberufe ein vertiefter Einblick gewinnen.
  • Im Architekturbüro entstand im Rahmen des Wochenpraktikums dieser computergestützte Entwurf für ein Wohnhaus.

Für die 9. Jahrgangsstufe stand vor den Osterferien eine Praktikumswoche auf dem Stundenplan. Als Höhepunkt des Moduls „Berufliche Orientierung“ suchten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig ihre Praktikumsstellen und wurden sowohl bei der Suche als auch bei der Ausübung des Praktikums mit neuen Eindrücken konfrontiert. Von handwerklichem Arbeiten in Werkstätten bis hin zur Erstellung von 3D-Animationen und Tätigkeiten am Schreibtisch war einiges geboten. Anna Hartl aus der 9a berichtet – stellvertretend für ihren Jahrgang – über ihre Praktikumserlebnisse.

Mein Schülerpraktikum im Architekturbüro

Als ich im Herbst letzten Jahres davon hörte, dass in der Woche vor den Osterferien ein Schülerpraktikum stattfinden würde, musste ich nicht lange überlegen, wo ich hinwollte. Schon seit über drei Jahren interessiere ich mich für Architektur und Anna Phillip, eine befreundete Architektin, hatte mir schon früh angeboten, dass ich jederzeit gerne zu ihr kommen dürfe. Und somit habe ich sie bald darauf kontaktiert und auch die erhoffte Zusage bekommen. Das einzige Problem nur: Das Büro der „PhillipArchitekten“ liegt in einem Schloss in Waldenburg bei Schwäbisch Hall. Aber auch meine Unterbringung konnte geklärt werden, ich durfte bei Annas Schwester und deren Familie wohnen, die mich mit großer Gastfreundlichkeit aufgenommen hat.

Ich habe in dem Praktikum wirklich vieles lernen und erfahren können, zum Beispiel, dass der Großteil des Berufs „Architekt“ am Computer verrichtet wird und dass es auf einer Baustelle ziemlich kalt und nass sein kann, wenn man das falsche Wetter erwischt, wie ich leider. Im Büro selber konnte ich mich im jungen und auch internationalen Team gut zurechtfinden; die Stimmung war sehr positiv und freundschaftlich. Meine Aufgabe während der Woche war es, ein „Traumhaus“ zu entwerfen, dabei allerdings ein wenig am Boden der Tatsachen zu bleiben und beispielsweise Quadratmeterzahlen und Durchgangswege zu beachten. Dafür habe ich mit drei verschiedenen 2D- und 3D-Pogrammen gearbeitet und am Ende mein Haus sogar in einem sehr realistischen 3D-Pogramm betreten und ansehen können.

Mein Fazit zu der Woche: Es war eine wunderschöne und lehrreiche Erfahrung, für die eine Woche viel zu kurz war. Ich möchte nach der Schule unbedingt noch ein Praktikum in diesem Büro machen und vielleicht auch Architektur studieren.

Somit war das Schülerpraktikum für mich ein voller Erfolg.