Schülerakademie: Wissenschaft hausgemacht

In der Schülerakademie von St. Stephan war der zweite Termin des Schuljahres 2017/18 der „hausgemachten Wissenschaft“ gewidmet: Schüler des Abiturjahrganges stellten ihre Seminararbeiten vor jüngeren Mitschülern vor und zeigten, wie niveauvoll an einem Gymnasium – und zwar ganz auf Augenhöhe – wissenschaftlich gearbeitet werden kann.

Zwei Stunden, von 11.00 bis 13.00 Uhr, standen den vier Referenten zur Verfügung, die von ihren Kursleiterinnen und Kursleitern vorgeschlagen worden waren. Sie alle einte eine hervorragende W-Seminararbeit in Verbindung mit einer überzeugenden Präsentation innerhalb des W-Seminars.

Tim Gerth sprach über seine Arbeit im Fach Ethik zum Thema „Qualitätsjournalismus vs. twitternder Meinungspluralismus“. Benedikt Gollings Arbeit befasste sich mit „The Wall Street“ in Englisch. Im Fachverbund Griechisch / Geschichte forschte Florian Ehrenwirth zur Frage „Wie ist Platons politeia zu lesen? Die Poppersche und Gadamersche Lesart“. Mathematik schließlich vertrat Lukas Epple unter dem Titel „Quaternionen“.

Alle vier Referenten des Akademievormittages waren sehr gut vorbereitet. Äußerst geschickt zeigten sie sich in der „didaktischen Reduktion“ für jüngere Schülerinnen und Schüler, die sich bisher nicht mit den anspruchsvollen Themen beschäftigt hatten. Diese Zuhörer waren Modellklässler aus der 10. und ehemalige Modellklässler aus der 11. Klasse sowie sehr gute Schülerinnen und Schüler aus der Q11. Dieses Akademiepublikum erwies sich in den vier Halbstunden-Einheiten, jeweils gefüllt mit Vortrag und anschließender offener Frage- und Gesprächsrunde, als versierte und interessierte Zuhörerschaft und aufmerksam mitdenkendes Auditorium.

Den Publikumspreis für den besten Vortrag erhielt Florian Ehrenwirth. Alle Referenten konnten als Anerkennung Buchgutscheine entgegennehmen, finanziert durch den Förderverein. Das Konzept, innerhalb der Schülerakademie auch Referenten aus dem Kreis der Mitschüler ein Forum zu geben, ging überzeugend auf: Wissenschaft gibt es eben auch „hausgemacht“ und auf Augenhöhe.