Technische Wunder der Antike

  • Modell einer griechischen Theaterkulisse mit „deus ex machina“, dem „Maschinengott“, zu einer Szene aus der Iphigenie des Euripides: Arbeit von Lilly Eding, Q12

Antike Technik – auch zum Anfassen – kann man ab Mitte Januar 2022 in der Sonderausstellung „Antike Technik“ im Römischen Museum Augsburg im Zeughaus erleben. Oberstufenschülerinnen und -schüler von St. Stephan haben die bunte Fülle an nachgebauten Apparaten im Rahmen eines Projektseminars der Fächer Griechisch und Physik geschaffen – angeleitet und unterstützt von Anja Reichelt (Griechisch) und Markus Großhauser (Physik).

Die teils interaktiv angelegte Ausstellung bietet nicht nur spannende Einblicke in die antike Welt für Geschichtsinteressierte, sondern ist auch ein Spaß für Kinder jeden Alters. Etwa ein Dutzend Nachbauten faszinierender, altertümlicher Apparaturen erwarten die Besucherinnen und Besucher: Man kann man sich zum Beispiel nach Münzeinwurf ein Glas Wasser aus dem Getränkeautomaten des Heron genehmigen oder mit dem akustischen Telegraphen eine Botschaft über den Zeughaushof schicken.

Die Ausstellungsstücke basieren großenteils auf Erfindungen des antiken Griechenland und wurden nach dem Vorbild antiker Baupläne, historischer Rekonstruktionen und Ausgrabungsfunde konzipiert und nachgebaut. Zum Selbst-Nachbau gibt es auch Bastelbögen, z. B. für eine Taschen-Sonnenuhr. Weitere Erfindungen werden in kleinen Videos porträtiert. Durch die gesamte Ausstellung führt ein Audioguide, den man über das eigene Smartphone abrufen kann.

Die Ausstellung wurde im Rahmen eines P-Seminars des Gymnasiums bei St. Stephan entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler sind gerade dabei, die gezeigten und selbst hergestellten Stücke fertigzustellen. Impulse und Anregungen dazu kamen aus der antiken Literatur wie etwa Heron von Alexandria. Orientierung bot aber auch ein Museums-Handbuch von Kostas Kotsanas, dem Begründer des phänomenalen „Museums für altgriechische Technologie“, zu dem wir hier auch gerne verlinken.