„Ujamaa” – „Gemeinschaft” zum Auftakt des Schuljahres

  • Der „Turm von Babel“, von einer Klasse als Gemeinschaftsprojekt entwickelt: Zeichen der Schwierigkeit gemeinsam etwas Großes abzustimmen und zu verwirklichen – rechts, eher unscheinbar, die „Ujamaa“-Stele aus Afrika, von Künstlern des Stammes der Makonde aus Ebenholz geschnitzt.
  • Beim Anfangsgottesdienst der 7. und 8. Klassen erzählten die Kinder von ihrer Arbeit am „Turm von Babel“ und von der Bedeutung dieser Geschichte.
  • Die Willkommensfeier für die Fünftklässler wurde von den neuen Stephanerinnen und Stephanern selbst gestaltet: Sie zeigten in mehreren Szenen, wie Streit entsteht und Versöhnung gelingt.
  • Ben schaut sich zusammen mit Abt Theodor die Ebenholz-Schnitzerei mit dem Titel „Ujamaa“ – „Gemeinschaft“ an.

Der „Turm von Babel“, eine Arbeit im Kunstunterricht der Klasse 6c aus dem Schuljahr 2017/18, entstanden unter der Anleitung von Frau Margarete Kreuzer, war kreativer Impulsgeber für die ökumenischen Wortgottesdienste zum Anfangs dieses Schuljahres für das Lehrerkollegium, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 12 und zuletzt für unsere „Neuen“ der 5. Jahrgangsstufe mit ihren Eltern.

Die Turmbauerzählung schließt die archaischen Erzählungen von den Anfängen und Lebensbedingungen der Menschen im ersten Buch der Bibel ab. Sie stellt uns die Frage: Wie gelingt unser Leben und Zusammenleben?

Der „Turm von Babel“, eine Kooperationsarbeit der oben genannten Klasse bringt es wortlos ins Bild. Wo notwendige Debatten in unproduktivem Streit enden, wo Zusammenhalt in Misstrauen umschlägt, wo Fürsorge von gleichgültigem Nicht-Verstehen verdrängt wird, da können und wollen Menschen nicht leben. Unser Leben braucht Zusammenhalt, Zusammenarbeit und einen fürsorglichen Blick für das Individuum wie die Gemeinschaft im Zusammenspiel vieler Wirkkräfte.

Eindrucksvoll und mit kindlich feinem Gespür erfassten Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen dies in ihrem Begrüßungsgottesdienst: Sie enthüllten und deuteten den Turm und seine Botschaft den Mitfeiernden in einer Spielszene zum biblischen Text. Als Gegenbild zu diesem menschenfeindlichen Symbol stand in der Kirche eine afrikanische Skulptur der Makonde-Kultur mit dem Titel „Ujamaa – Gemeinschaft“. Eindrücklich zeigt sie die Verbundenheit der dargestellten Menschen, die sich zu einem menschenfreundlichen Turm aufbauen.

Die Skulptur wurde im Gottesdienst zum Ausgangspunkt der Fürbitte für dieses neue Schuljahr und alle Glieder der Schulgemeinschaft. In der Bitte um Gottes Segen setzte sich dieser Gedanke fort, mit dem die feiernde Gemeinde in das eben begonnene Schuljahr entlassen wurde. Zur Erinnerung erhielten alle Mitfeiernden ein Lesezeichen der afrikanischen Skulptur.

  • Ein Ausschnitt aus der Stele „Ujamaa“: Menschen wirken zusammen und verknüpfen sich im gemeinsamen Tun.