Wer bin ich? – Eine österliche Frage

  • Wer bin ich?” war die Überschrift über den Gottesdiensten kurz vor den Osterferien, die für alle drei Altersstufen der Schülerschaft angeboten wurden.
  • Wer bin ich? Was beschäftigt mich und besetzt meine Gedanken? Was ist mir wichtig? Das Kopfbild” aus dem Kunstunterricht zeigt es, was Jugendliche beschäftigt.
  • In kleinen Gedankensplittern wurde zusammengetragen, was uns allen wohl besonders wichtig ist …
  • … es sind Freunde und Familie, Schule und Hobbys, aber auch eigene Meinungen, Vertrauen und Harmonie. Die Schüler der Oberstufe, die an diesem Tag im Rahmen der Mottowoche overdressed” erschienen waren, brachten diese tieferen Daseins-Bedürfnisse besonders glaubhaft zur Sprache.
  • Viel Engagement brachten die Heranwachsenden in ihre Gottesdienste ein, hier eine Lesegruppe der Unterstufe. Und einer meinte am Ende des Gottesdienstes: Ist jetzt wirklich schon über eine halbe Stunde vergangen?”

Als sie weiterzogen, kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.“ (Lk 10, 38 – 42)

Vermutlich fühlen viele mit Marta, die fleißig ist, sich um Jesus kümmert, etwas zum Essen zubereitet und den Tisch deckt. Und Maria sitzt währenddessen gemütlich dabei und hört Jesus nur zu. Es ist verständlich, dass sich Marta irgendwann beklagt und erwartet, dass Maria auch mithilft. Aber entgegen ihrer Erwartung antwortet Jesus, dass sie sich zu viele Sorgen und Mühen macht. Marta hätte sich auch zu ihnen setzen und zuhören können. Das fällt ihr aber schwer.

Manchmal steckt man in seiner Rolle fest. Gleichzeitig ist es aber wichtig, diese immer einmal wieder zu hinterfragen und darüber nachzudenken, ob man glücklich damit ist, wie man lebt und was man tut. Nur dann kann man auch herausfinden, wer man eigentlich selbst ist.

Die Vorbereitungszeit auf Ostern ist eine Zeit der Besinnung und der Umkehr. Wir sind eingeladen, unser Leben in den Blick zu nehmen und Kurskorrekturen vorzunehmen. Im Rahmen der Gottesdienste vor Ostern nahmen sich die Schülerinnen und Schüler Zeit, der Fragen nachzuspüren, wie sie ihr Leben leben und was ihnen wichtig ist, und zu überlegen, welchen Plan Gott für sie hat. Es ist der Plan eines guten und erfüllten Lebens in Gerechtigkeit und Frieden. Gott will, dass wir in der Schule, in unseren Familien und in der Gesellschaft gut miteinander leben und unser Leben in seinem Sinn gestalten.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern und ihren Familien eine besinnliche Karwoche und ein frohes Osterfest!