Wissenschafts-Vormittag: Sechs starke Themen

  • Schulleiter Bernhard Stegmann konnte 35 Schülerinnen und Schüler zum Frühjahrstermin der Schülerakademie von St. Stephan begrüßen: Gelungene Seminararbeiten kennenlernen und Einblick in die Arbeitsprozesse wissenschaftlichen Arbeitens gewinnen stand im Mittelpunkt des Akademievormittags.
  • Es geht auch ohne Präsentationssoftware: Eunike Sailer arbeitete mit Bildkarten, die sie selbst erstellt hatte …
  • … und bot so eine überzeugende Alternative in Graphik, Lebendigkeit und Authentizität eines Vortrages.
  • Lebendig und verblüffend vielfältig waren die Themen, die Referenten und die Fragestellungen der insgesamt sechs Referate.

In weniger als einem Jahr müssen die derzeitigen Q11-Schüler ihre Seminararbeiten im W-Seminar abgeben. Was für sie noch in ferner Zukunft liegt, ist für die Q12-Schüler schon Vergangenheit. So bekamen ausgewählte Schüler der Klassenstufen 10 bis 11 im Rahmen des Frühjahrstermins der Schülerakademie von St. Stephan am 22. März hervorragende Arbeiten der angehenden Abiturienten vorgestellt.

Eunike Sailer eröffnete den Vormittag mit ihrem Thema „Flucht und Asyl in der Antike“ und erzählte von den Irrfahrten des Odysseus und dessen Aufnahme durch das Volk der Phäaken, um dem Zorn des Poseidon zu entgehen. Eunike Sailer überzeugte vor allem durch eine ausgefallene Vortragsart mit selbstgemalten Szenendarstellungen. Als nächsten Redner hörten die rund 35 Schülerinnen und Schüler Florian Tarlosy, er berichtete auf Englisch von seinen visionären Ideen die Augsburger Studenten für mehr Teilnahme an den sportlichen Institutionen zu begeisterten. Hierzu schälte er drei Kernpunkte heraus.

Mit den rechtlichen Voraussetzungen für eine Organspende und deren Bewertung durch die christlichen Kirchen beschäftigte sich Hannah Merz. Sie ermutigte die Zuhörer dazu, sich auch selbst einen Organspendeausweis zuzulegen, und klärte über die umstrittene Vorgehensweise zur Feststellung des Hirntods auf. Anna Mangold hingegen beschäftigte sich mit der Verwendung von Kunststoffen im Musikinstrumentenbau. Sie beleuchtete vor allem die Vor- und Nachteile für die Spieler und ging auch auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte ein.

Die Schulpädagogik in der DDR beschrieb Katharina Kolland in ihrer Arbeit. Sie orientierte sich dabei an dem Roman „Ingrid Babendererde: Reifeprüfung 1953“ von Uwe Johnson. Darin wird die Geschichte zweier Oberstufenschüler erzählt, die im ehemaligen Osten aufwachsen und zur Schule gehen. Das letzte Wort hatte Maria Leis. Sie berichtete von religiösen Irrlehren im Mittelalter und schlüsselte den komplexen Zusammenhang zwischen John Wyclif, einem englischen Philosophen, und Martin Luther, dem Initiator der Reformation, auf.

Der prall gefüllte Vormittag brachte den Zuhörern nicht nur verschiedenste Themen näher, sondern führte auch spürbar in Arbeits- und Präsentationstechniken für wissenschaftliche Arbeiten ein.